Zuversicht

Welche Gefühle breiten sich bei dir in der Bauchregion aus, wenn du an deine Zukunft denkst? Bist du zuversichtlich, optimistisch und voller Vorfreude auf das, was kommt? Oder ist dir eher mulmig zumute? Bist du unsicher, zweifelst oder grübelst, was alles Schlimmes passieren könnte?

Wenn du dich mit der zweiten Variante identifizieren kannst, ist dieser Artikel wie für dich gemacht. Ich möchte dir zeigen, wie du eine optimistischere und positivere Erwartungshaltung für dein Leben entwickeln kannst. Wie du deine Ängste, Unsicherheiten und Zweifel durch Selbstsicherheit, Vertrauen und Hoffnung ersetzen kannst.

Wie das gehen soll?

Ganz einfach: wir werden gemeinsam an deiner Denkweise arbeiten. Positive, optimistische Gedanken sind der Grundpfeiler. Sie sind die Basis dafür, dass du dich auf den Weg machst, um bestimmte Ziele anzugehen, dich Problemen aktiv zu stellen und dich insgesamt besser zu fühlen.

Mir ist es wichtig, dir nicht nur leere Versprechungen und Friede-Freude-Eierkuchen-Floskeln mit auf den Weg zu geben. Denn zuversichtlich und optimistisch zu sein, bedeutet für mich neben einer entsprechenden inneren Überzeugung im zweiten Schritt wirklich aktiv zu werden und ins Handeln zu kommen. Nicht nur Däumchen zu drehen. Sondern deine Zukunft selbstbestimmt und an deinen Zielen ausgerichtet in die Hand zu nehmen. Daher wartet in diesem Artikel ein regelrechtes Zuversichts-Training auf dich :-). Lass uns direkt damit starten.

Was es bedeutet, zuversichtlich zu sein

Zuversicht zu haben und das Beste zu hoffen, hat viel mit Optimismus zu tun. Mit dieser positiven Einstellung gegenüber deiner Zukunft meine ich nicht, mit der rosaroten Brille durch‘s Leben zu laufen und die Schattenseiten des Lebens (die durchaus vorhanden sind) auszublenden.

Als zuversichtliche Person entscheidest du dich jedoch bewusst dafür, das Positive sehen zu wollen. Und deinen Fokus auf das zu lenken, was gut läuft und nicht auf das, was dir fehlt und schief gehen könnte.

Selbst wenn etwas mal nicht klappt, lassen sich hoffnungsvolle Menschen trotz Herausforderungen oder Rückschlägen nicht unterkriegen.

Sie wissen, dass 1) „negative“ Erfahrungen genauso zum Leben gehören wie positive und dass sie 2) sogar manchmal nötig sind, um die wunderbaren Dinge, die ihnen das Leben schenkt, schätzen und genießen zu können oder um sich selbst weiterzuentwickeln.

Grundsätzlich gehen Optimisten von einem guten Ausgang aus. Sie sind der Überzeugung, dass das Leben für und nicht gegen sie ist.

Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass es sich unmittelbar auf deine Stimmung auswirkt, wenn du eine heitere und lebensbejahende Grundeinstellung an den Tag legst.

Denn du gibst unnötigen banalen Stressoren aus deinem Alltag (dass du z.B. im Stau stehst, den nächsten Zug verpasst o.ä.) nicht die Macht, deine innere Zufriedenheit ins Wanken zu bringen. Wenn es dir gelingt, dem Leben auch in nervenaufreibenden Situationen mit einer Art positiver Neugierde oder zumindest einer Offenheit bzw. einer wohlwollenden, akzeptierenden, annehmenden Haltung zu begegnen, wirst du automatisch viel entspannter und zufriedener im Hier und Jetzt.

Ja ich weiß: es sagt sich immer leichter, positiv zu denken als es sich tatsächlich umsetzen lässt

In vielen Artikeln habe ich dir bereits wertvolle Impulse gegeben, die dir dabei helfen, diese Art des zuversichtlichen Denkens zu trainieren. Hier erfährst du beispielsweise, wie du zum Optimisten wirst, hier, wie dir die Positive Psychologie dabei helfen kann und hier, wie wichtig es ist, sich abzugrenzen und auch mal Nein zu sagen. Ach so, und Dankbarkeit als das ultimative Glücks-Tool möchte ich dir natürlich auch nicht vorenthalten.

Ich empfehle dir zudem, dich an deine Erfolge zu erinnern. An alle Herausforderungen, die du bisher gemeistert hast. Die kehren wir nur zu schnell unter den Teppich und würdigen und feiern sie viel zu wenig. Dabei gibt es dir sofort einen Positiv-Boost, wenn du dir erlaubst, dich, deine Erfolge und Lebensleistungen anzuerkennen.

Überlege dir außerdem gut, mit welchen Menschen du deine Zeit verbringst. Deine Umgebung hat einen starken Einfluss darauf, ob du eher positiv oder negativ gestimmt bist.

Wir Menschen neigen dazu, uns an das „Bewusstseinsniveau“ von anderen anzupassen. Wenn du dich nur mit Nörglern und Pessimisten abgibst, wirst du selbst irgendwann auch verstärkt und schnell deine Aufmerksamkeit auf alles richten, was nicht gut läuft, was dir fehlt, was du kritisieren oder bemängeln könntest.

Suche dir deshalb lieber Vorbilder, d.h. Menschen, die eine für dich bewundernswerte, positive Ausstrahlung haben. Die Ja zum Leben sagen und es genießen wollen. Denn das färbt unmittelbar auf dich ab!

Als letzten einfachsten und effektivsten Tipp kann ich dir auf den Weg geben: Entscheide dich für eine positive Denkweise. Und zwar ganz bewusst und mit voller Wucht.

Denn letzten Endes bleibt es eine Frage deiner Perspektive und deines Willens. Willst du an das Positive im Leben, an Erfolg, Weiterentwicklung und Lebensqualität glauben oder nicht?

Wie Denken und Handeln Hand in Hand gehen

Zuversichtlich zu sein hilft dir nicht nur dabei, mit Stressoren und schwierigen Situationen in der Gegenwart umzugehen. Sondern auch, deine Zukunft besser zu meistern.

Wieso?

Wenn du von einer guten Entwicklung überzeugt bist, wirst du automatisch aktiv(er). Du bist mutig(er), triffst klare Entscheidungen und bleibst handlungsfähig.

Lass mich dir das genauer erklären. Wahrscheinlich kennst du Menschen, ob im Arbeitsumfeld oder Bekanntenkreis, bei denen es nicht besser laufen könnte. Eine Beförderung oder Gehaltserhöhung nach der anderen, einen Antrag vom Traumpartner und nun kann das glückliche Paar auch noch in das Haus seiner Eltern einziehen, die für längere Zeit ins Ausland wollen. Auch wenn es dir schwer fällt auf Anhieb zu glauben: es fliegt einem nicht alles „einfach so“ zu.

Als Gestalter deines Lebens hast du einen Einfluss auf deine Erfahrungen und Gelegenheiten

Wenn du positiv denkst und davon ausgehst, dass dir positive Dinge wiederfahren werden, dann sieht man dir das unmittelbar an. Du hast eine positivere Ausstrahlung und sprichst entsprechend. Das wiederum zieht automatisch andere (positive) Menschen, Erfahrungen und Begegnungen in deinem Leben an. Du handelst ganz anders als jemand, der pessimistisch eingestellt ist. All das sind Faktoren, die letztlich die Chance erhöhen, dass dir auch wirklich etwas Positives wiederfährt.

Lass mich dir das anhand von 1-2 Beispielen verdeutlichen

Nehmen wir an, du hast ein Vorstellungsgespräch für einen Job, den du schon immer haben wolltest. Es wird definitiv einen Unterschied machen, ob du mit Selbstvertrauen an die Sache ran gehst, ob du an dich, an deine Talente und Fähigkeiten glaubst und davon überzeugt bist, die Richtige für diesen Job zu sein. Oder aber, ob du implizit denkst, dass du das nicht wirklich kannst, dass sie am Ende doch besser jemand anderen einstellen sollten und es einige gibt, die besser geeignet wären.

Die Entscheidung für oder gegen dich als „Kandidat“ hängt viel weniger von „objektiven“ Fakten und Qualifikationen ab als vielmehr von deinem Auftreten, deiner Präsenz, deiner Ausstrahlung. Eben dem, wie du dich gibst und was du sagst oder fragst. All das wird maßgeblich davon bestimmt, ob du zuversichtlich an etwas herangehst oder eben eher mit Skepsis, Misstrauen und Angst.

Nehmen wir ein weiteres Beispiel. Du bist seit einer ganzen Weile (sagen wir 4-5 Jahren) Single. Das nicht freiwillig, denn du wünscht dir einen Partner an deiner Seite. Lass uns auch hier zwei unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen durchspielen. (Gestehe mir bitte etwas Übertreibung zu … )

Variante 1: du hast nach ein paar misslungenen Dates aufgebeben, bemitleidest dich selbst und redest dir ein, dass du alleine sterben wirst.

Variante 2: du weißt, dass du den Richtigen bisher noch nicht gefunden hast, was aber nicht heißt, dass es ihn nicht gibt. Alles hat seine Zeit und du bist dir sicher, dass es früher oder später auch für dich ein Happy End in der Liebe geben wird.

Welche Verhaltenskonsequenzen folgen aus diesen beiden Ansichten?

Du wirst wissen, auf was ich hinaus will. Eine Person der Variante 1 wird dazu neigen, sich in ihrer Wohnung zu verschanzen, Trübsal zu blasen, sich seltener zu verabreden, nicht mit ihren „Päärchen-Freunden“ um die Häuser ziehen, mit „geschlossenen“ Augen durch die Straßen und ihren Alltag gehen. Person 2 wird hingegen offen sein für mögliche Treffen, wird viel mit Freunden unternehmen, ihren Bekanntenkreis erweitern und sich eher trauen, fremde Personen anzusprechen.

Was glaubst du: bei welcher Person ist es wahrscheinlicher, bald in einer glücklichen und erfüllten partnerschaftliche Beziehung zu sein?!

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Beispielen verdeutlichen, dass du durch deine Art und Weise zu denken unmittelbar Einfluss darauf nimmst, was dir im Leben passiert.

Du beeinflusst und gestaltest ganz aktiv – in die eine oder in die andere Richtung. Das beginnt bei deinen Gedanken. Die münden in bestimmte Verhaltensweisen, die du aufgrund deiner Gedanken ergreifst. Und so kommt es im Sinne einer sich selbst-erfüllenden Prophezeiung letztendlich so, wie Henry Ford vor längerer Zeit bereits erkannt hat:

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Lass uns richtig praktisch werden. Ich habe dir ja schließlich ein Zuversichts-Training versprochen. Mir war aber wichtig, dass du die Wechselwirkung und die Verkettung von: positivem Denken/Zuversicht >> entsprechende Verhaltensweisen >> wünschenswerte Folgen/Konsequenzen in der Zukunft verstehst.

Wie kannst du nun konkret deine Zuversicht trainieren? Wie gelingt es dir, deine eigenen Ideen und Vorstellungen mithilfe einer heiter getönten Zukunftserwartung zu realisieren?

Damit du direkt ins Handeln kommen kannst, möchte ich dir Hope-Theory von Charles Richard Synder, einem bereits verstorbenen amerikanischen Psychologen, vorstellen.

Charles Richard Synder betont in seiner Theorie, dass hinter Zuversicht und Hoffnung eine Absicht steckt, eine Intention. Hoffnung, wie sie von Snyder verstanden wird, motiviert dich zum Durchhalten; sie mobilisiert Energien. Es geht also nicht nur darum, in positiven Fantasien zu schwelgen. Sondern aktiv zu werden. Die entscheidende Zutat, die diese handlungsbezogene Definition von Zuversicht möglich macht: Ziele.

3 Wege, die auf der Hope-Theory von Snyder basieren

Snyder definiert Zuversicht und Hoffnung als eine Art und Weise, wie du über deine eigenen Ziele nachdenkst.

Er war davon überzeugt, dass du als zuversichtlicher Mensch entschlossen bist, deine Ziele (sogenannte „Goals“) zu erreichen und daran glaubst, dies auch zu schaffen. Wenn du daran glaubst, so seine Theorie, machst du dir auch Gedanken darüber, mit welchen Mitteln und Wegen du diese Ziele erreichen kannst („Pathway Thoughts“). Und entwickelst entsprechende Strategien und Pläne („Agency thoughts“), um deine Ziele in die Tat umzusetzen.

Ich möchte dir diese 3 Schritte und Wege nochmal genauer erklären bzw. darauf eingehen, was du bei den einzelnen Komponenten jeweils tun musst, damit dein Zuversichts-Training seine Wirkung entfalten kann.

Schritt 1: Wissen, was du willst – definiere deine Ziele

Bevor du mit entsprechenden Handlungen dafür sorgen kannst, dass sich dein Leben nach deinen Wünschen und Vorstellungen entwickelt, musst du erst einmal wissen, wie ein erstrebenswertes Leben deiner Meinung nach überhaupt aussehen soll – im Kleinen und im Großen.

Um deiner Lebensvision näher zu kommen, stelle dir folgende Frage: „Wenn ich morgen aufwachen würde und jedes Leben möglich wäre, wie würde es aussehen?“

Stelle dir dabei so viele Einzelheiten wie möglich vor.

Wo würdest du leben? Wie würde dein Haus, deine Wohnung aussehen? Wer wäre an deiner Seite? Mit welchen Menschen würdest du deine Zeit verbringen? Welchen Aktivitäten würdest du nachgehen? In welchem Job würdest du arbeiten? Oder was würdest du insgesamt tun?

Wie du anhand der Unterfragen siehst, ist es vermutlich leichter, dir verschiedene Bereiche vorzunehmen (Familie, Beruf, Freizeit/Hobbys, Freunde, Wohnort & Umgebung, Gesundheit) und bereichsspezifisch Ziele zu formulieren. Darunter können sowohl große, langfristige Ziele wie auch kleine, einfache sein. Innerhalb der Ziele kannst du entweder Veränderungen formulieren (z.B. ich möchte mir mehr Zeit für Yoga nehmen) oder aber auch die Fortführung eines Zustands beschreiben, sogenannte Bestandsziele (z.B. ich möchte meinen wöchentlichen Yogakurs auch in Zukunft beibehalten.)

Die verschiedenen Ziele werden dir auch unterschiedlich wichtig sein. Wenn du möchtest, kannst du durch Nummerierung oder Ähnliches auch eine Priorisierung vornehmen. Dir sind keinerlei Grenzen gesetzt – formuliere und ordne die Ziele so, wie es sich für dich stimmig und richtig anfühlt. Achte unbedingt darauf, dass du die Ziele positiv formuliert – deine Lebensvision soll dich ja schließlich motivieren und den optimalen Weg für Annäherungsschritte ebnen.

Deine Aufgabe zu Schritt 1:

Nimm dir ein oder zwei Blätter und schreibe dir deine Ziele auf. Vielleicht möchtest du deine Visions-Blätter ja noch verschönern mit Buntstiften, Zeichnungen, Zitaten oder Aufklebern? Schön gestaltete Designs und Dinge lassen dein Herz gleich höher schlagen und du schaust viel lieber und mit begeistertem Blick auf dein Kunstwerk. Außerdem kannst du deine kreative und künstlerische Ader bereits aktivieren – du benötigst sie für Schritt 2 ;-).

Damit das Ganze übersichtlich bleibt, bitte ich dich, dir von den aufgeschriebenen Zielen eines herauszusuchen (und zu markieren). An diesem Ziel wirst du die kommenden Schritte durchspielen. Prinzipiell ist es nicht von Belang, welches du dir aussuchst. Es kann ein Ziel sein, das du besonders gut bzw. gegenwärtig besonders wichtig findest. Oder eines, das du mit optimistischem Blick für momentan umsetzbar hältst. Eines, das ein besonders gutes Gefühl in dir hervorruft oder aber eines, welches die Lösung für ein gegenwärtig drängendes Problem beinhaltet.

Um dir insbesondere die nächsten beiden Schritten praktisch zu verdeutlichen, möchte ich an dieser Stelle ein Beispiel einführen. Eine gute Bekannte von mir hat gerade ihr Studium beendet und steht nun vor dem großen Schritt, ins Berufsleben einzusteigen. Von vielen anderen möglichen Zielen ist „ein gelungener Berufseinstieg“ aktuell gefühlt bei ihr das Wichtigste. Deshalb greife ich später als Veranschaulichung für dich noch einmal darauf zurück – keep it in mind :-).

Schritt 2: Wie du zum Ziel kommen könntest – Denken in Wegen

Nachdem du nun weißt, wo es hingehen soll, stellt sich als Nächstes die Frage, wie du best- und schnellstmöglich dahinkommen kannst.

Es geht also darum, möglichst viele Ideen und Strategien zu generieren.

Wenn du auf deine Ziele blickst, wirst du sicherlich schnell merken, dass unterschiedliche Ziele auch ganz verschiedene Ansatzpunkte für deren Erreichung beinhalten. Deshalb gibt es für diesen Schritt kein Patentrezept.

Auf jeden Fall hilft es dir, deine Offenheit und Kreativität anzuzapfen und zu versuchen, deine Denkräume zu erweitern. Je mehr potenzielle Wege du dir vorstellen kannst, desto besser. Ein Aussortieren findet erst zu späterem Zeitpunkt statt. Deiner Fantasie sind hier wirklich keinerlei Grenzen gesetzt. Im Gegenteil: je abwegiger und verrückter die Ideen erscheinen, desto besser. Du darfst mental also richtig durchdrehen.

Auch ein Blick in deine Vergangenheit kann dir in diesem Schritt helfen. Überlege dir, mit welchen Strategien und Vorgehensweisen du bisher gut gefahren bist, d.h. welche bereits zum Erfolg geführt haben. Vielleicht kannst du einige Aspekte davon auch bei der jetzigen Zielerreichung verwenden. Aber auch aus deinen „Misserfolgen“ kannst du wertvolle Erkenntnisse und Lernerfahrungen ableiten. Du weißt beispielsweise dass du a) auf die gleiche Weise nicht mehr handeln sollst und kannst dir b) überlegen, wie du eventuell mit minimalen Veränderungen doch erfolgreich dein Ziel erreichst. Je gründlicher du die „Misserfolgssituationen“ analysierst, desto mehr Infos kannst du gewinnen, die du für deine Zielerreichung und Entscheidung nutzen kannst.

Deine Aufgabe zu Schritt 2:

Lass deiner Fantasie und deiner Vorstellungskraft freien Lauf. Schreibe alle Handlungsansätze auf, die dir in den Sinn kommen und die dich deinen Zielen näher bringen könnten.

Extra-Tipp: Ein Mindmap eignet sich für diese Brainstorming-Phase besonders gut.

Es geht nicht darum, jetzt schon deine Ideen zu zensieren oder zu bewerten. Versuche wirklich, die gedanklichen Ketten und Mauern einzureißen und den aufkommenden Gedanken nicht mit einem: „das wird eh nicht klappen, das geht nicht.“ im Keim zu ersticken. Deiner Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Versuche dann im nächsten Schritt eine Art mentalen Probelauf. Spiele die verschiedenen Wege zur Zielerreichung in deiner Vorstellung so konkret wie möglich durch. Achte darauf, bei welchen Ansätzen du ein positives Gefühl hast und an welchen Stellen es noch hakt bzw. Schwierigkeiten oder Hindernisse entstehen könnten. Wichtig ist, dass du flexibel bleibst: nichts ist in Stein gemeißelt. Du hast lediglich Ideen gesammelt, die du bei der konkreten Umsetzung wieder korrigieren kannst.

Nachdem du alle Möglichkeiten im Kopf durchgespielt hast, gilt es nun, dich festzulegen (zumindest vorerst), d.h. dich für eine bestimmte Zielerreichungsmethode zu entscheiden. Dann bist du bestens gewappnet für den nächsten und letzten Schritt.

(Falls es dir schwerfällt: höre auf dein Bauchgefühl! Wenn du in dich hineinspürst, wirst du sicherlich eine Tendenz feststellen können.)

Passend zum Beispiel meiner Bekannten mit dem Jobeinstieg könnte das dann in etwa so aussehen:

Mindmap_Schritt 2-min

Schritt 3: Motivation zum Aktiv-werden: Handlungsfähigkeit aufbauen

Nachdem du dich für eine bestimmte Strategie und einen Handlungsplan entschieden hast, kann es losgehen. Wesentlicher Bestandteil des letzten Schrittes besteht darin, dich selbst davon zu überzeugen, dass du den von dir gewählten Weg zum Ziel auch erfolgreich gehen wirst.

Deshalb ist es wichtig, dass du entsprechende innere Glaubenssätze parat hast, die dich motivieren und unterstützen.

In der Psychologie nennen wir das Selbstwirksamkeitserwartung, also die Überzeugung, dass du ein Ergebnis bzw. eine Handlung eigenständig, aufgrund deiner eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten erreichst. Quasi eine Art Selbstvertrauen.

Dieses Gefühl, der Glaube an dich selbst, ist in allen Phasen deiner Zielerreichung wichtig.

Am Anfang gibt es dir eine Art Motivationsschub und hilft dir, „in die Pötte zu kommen“. Wenn du auf dem Weg der Zielerreichung bist, unterstützt dich ein entsprechendes Mindset dabei, Feedback anzunehmen und in der weiteren Verfahrensweise flexibel zu bleiben. Insbesondere sind Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit jedoch wichtig, wenn Hindernisse auf dem Weg zum Ziel auftauchen. Denn dann wirst du es schaffen, trotz Rückschlägen oder Durststrecken dran zu bleiben und dich nicht klein kriegen zu lassen.

Deine Aufgabe zu Schritt 3:

Sorge dafür, dass du aufmunternd, motivierend und freundlich mit dir selbst sprichst und dein Selbstvertrauen und deine Handlungsfähigkeit dadurch stärkst. Überlege dir Sätze, die du dir in den verschiedenen Zielerreichungsstadien selbst sagen kannst, wie zum Beispiel:

  • „Ich werde das schaffen.“
  • „Ich glaube an mich.“
  • „Ich vertraue meinen Fähigkeiten und Talenten.“
  • „Ich lasse mich nicht aufhalten.“
  • „Ich kann das.“

Schreibe dir die Sätze auf Karteikärtchen, die du mit dir trägst. Je öfter du sie in deinem Alltag herausholst und dich dadurch an deinen inneren Glaubenssatz erinnerst, desto leichter und schneller wirst du diesen Gedanken internalisieren. Am macht- und wirkungsvollsten ist es, wenn du dir den Gedanken laut vorliest und dir dabei im Spiegel in die Augen schaust (auch wenn es am Anfang etwas ungewohnt und komisch ist). Dann bist du bestens gewappnet für die ersten Handlungsschritte.

Als kleine Inspiration siehst du hier, wie solche Affirmationen im Falle des obigen Beispiels lauten könnten:

 

 

Du bist am Ende des Trainings und des Artikels angekommen. Ich hoffe sehr, ich konnte dich davon überzeugen, wie viel du davon hast, deinen Zuversichts-Muskel aus- und aufzubauen. Und zwar für deine Gegenwart und deine Zukunft.

Schreib mir, welche Perspektiven in deinem Denken sich nach dem Lesens des Artikels ergeben haben. Welche Aha-Momente hattest du? Und hinterlasse auch gern einen Kommentar, ob dir mit den praktischen Schritten nun das richtige Handwerkszeug zur Verfügung steht, um voller Zuversicht und Lebensfreude loszugehen und zu gestalten. Was sind deine next steps? Was hast du dir bei den 3 aufeinander aufbauenden Schritten notiert?

Ich freue mich auf deine Rückmeldungen und Berichte. Schreib sie wie immer unter den Artikel in die Kommentare.

 

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