Sich selbst genügen – wie geht das? Wie stoppe ich die ständige Sehnsucht nach Anerkennung von außen? Wie liebe ich mich selbst? Fragen wie diese erreichen mich regelmäßig. Deshalb teile ich in diesem Artikel 5 unverzichtbare Lektionen, die du verinnerlichen musst, wenn du endlich mit dir ins Reine kommen und dir selbst genug sein willst. Ich zeige dir auch direkt, wie du sie in dein Leben integrierst. Ganz egal, ob du Single oder in einer Beziehung bist, ob du gerade eine Trennung durchmachst oder einfach nur unabhängiger sein willst.

Deine Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung ist keine Schwäche, sondern ein natürliches menschliches Grundbedürfnis

Bevor ich zu den eigentlichen Lektionen komme, lass uns ein großes Missverständnis aus dem Weg räumen: Dass du dich nach Liebe und Zuneigung von anderen sehnst, hat absolut nichts mit Schwäche zu tun! Es ist kein Fehler, den du korrigieren musst.

Wir alle sind soziale Wesen und haben von Natur aus ein Bindungsbedürfnis. Gute Beziehungen und ein stabiles soziales Netz sind nicht nur wichtig für unser Glücksempfinden, sondern auch für unsere Gesundheit.

Deshalb behalte bei all dem, was du in diesem Artikel liest, bitte im Hinterkopf: Es ist völlig normal und okay, dass du geliebt werden willst. Dass du Nähe zu anderen Menschen suchst und nicht danach strebst, dein Leben völlig allein und unabhängig in einer Hütte im Wald zu verbringen.

Die Lektionen, die ich für dich vorbereitet habe, sollen dich nicht von deinen Liebsten distanzieren, sondern dich ihnen näherbringen. Indem du dich von Abhängigkeiten löst und lernst, was es heißt, sich selbst zu genügen, legst du den Grundstein für positivere Beziehungen zu anderen. Vor allem aber stärkst du die Beziehung zu dir. Das ist und bleibt die wichtigste, die du in deinem Leben führen wirst.

Sich selbst genügen: Mit diesen 5 Lektionen gelingt es dir  

1. Du allein bist genug und vollständig

Zu Beginn die wahrscheinlich wichtigste Lektion: Egal, ob du Single oder in einer Beziehung bist: Du brauchst NIEMANDEN, um dich zu vervollständigen. Dir mangelt es an nichts. Du allein bist schon komplett.

Ich weiß, das ist leicht daher gesagt. Und umso schwerer, wirklich zu verinnerlichen. Gerade wir Frauen sind aufgewachsen mit der Idee, das größte Ziel, das wir in unserem Leben erreichen könnten, sei es, eine:n Partner:in zu finden, mit der:m wir eine Familie gründen und bis an unser Lebensende zusammenbleiben. Aber auch, wenn das für viele eine schöne und erstrebenswerte Vorstellung ist – ist es nicht alles, was dich ausmacht.

Eine romantische Beziehung ist ein Add-on, keine Notwendigkeit.

Wenn du eine Partnerschaft eingehst, findest du nicht „deine bessere Hälfte“. Du entscheidest dich bewusst dazu, einen anderen Menschen in dein Leben zu lassen und es (bis zu einem gewissen Grad) mit ihm zu teilen.

Das heißt nicht, dass du ein fehlendes Puzzleteil findest und genauso wenig, dass du einen Teil von dir aufgeben musst (oder solltest), um mit deinem:r Partner:in zu einer „Einheit“ zu verschmelzen.

Sorry, wenn ich damit die romantisierten Bilder aus hunderten Rom-Coms in den Boden stampfen muss. Aber es ist wichtig, dass du dich von diesen ungesunden Vorstellungen löst.

Sprich mir nach:

Ich allein bin genug. Ich allein bin vollständig.

Nur, wenn du diese Lektion wirklich verinnerlichst, ist es dir überhaupt möglich, eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Weil alles andere in einer (mehr oder weniger starken) Abhängigkeit münden würde, die dich auf Dauer garantiert nicht glücklich macht.

So kommst du von der Theorie in die Umsetzung

Mach dir bewusst, dass deine (reale oder potenzielle) Partnerschaft nur einen Teil deines Lebens ausmacht.

Am besten klappt das, indem du dir einen Zettel und einen Stift schnappst und alle Bereiche deines Lebens aufschreibst, die dir wichtig sind. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Freund:innen
  • Familie
  • Partnerschaft
  • Karriere
  • Hobbies (z.B. Musik, Zeichnen, Wandern, Lesen, Fotografie, usw.)
  • Weiterentwicklung
  • Gesundheit & Fitness
  • Reisen
  • Spiritualität
  • Engagement/Ehrenamt/Vereinstätigkeit/o.ä.

Verändere und ergänze die Liste, je nachdem, welche Bereiche in deinem Leben bedeutsam sind.

Du siehst: Eine Partnerschaft kann natürlich einen wichtigen Bereich des Lebens ausmachen. Aber es gibt daneben noch jede Menge andere Bereiche, die einen hohen Stellenwert haben.

Wenn du es dir noch deutlicher machen willst, mal dir unter deine Liste einen Kreis und teile ihn in so viele Kuchenstücke ein, wie Bereiche auf deinem Zettel stehen. Beschrifte jeden Bereich und führe dir vor Augen, wie viel (oder wenig) des Kreises von deiner Partnerschaft ausgefüllt wird.

Das alles ist dein Leben. Das alles bist du. Du bist mehr als dein Beziehungsstatus. Du bist mehr als deine Partnerschaft.

2. Niemand ist für dein Glück verantwortlich außer du selbst

Das nächste große Missverständnis, das sich in unseren Vorstellungen über romantische Beziehungen eingenistet hat, ist, dass es die Aufgabe unseres Partners oder unserer Partnerin wäre, uns glücklich zu machen.

Sich selbst zu genügen bedeutet aber auch, Verantwortung für sich zu übernehmen.

Denn klar, andere Menschen können dir eine Freude machen. Sie können dir Kraft spenden und dich umgekehrt auch ganz schön herunterziehen.

Aber am Ende des Tages bist DU der einzige Mensch, der langfristig etwas an deinem Glückslevel verändern kann.

Leider passiert es in Paarbeziehungen zu häufig, dass wir unser Glück von der Bestätigung und Zuneigung des Gegenübers abhängig machen. Bekommen wir sie, sind wir happy. Bekommen wir sie nicht, sind wir zu Tode betrübt. Diese Dynamik ist nicht nur katastrophal für die Beziehung (denn wie oft lassen wir die Frustration über unsere eigene Abhängigkeit an dem:r Partner:in aus), sondern auch für unser Wohlbefinden.

Es besteht zudem die Gefahr, dass du, um deine ersehnte Dosis Anerkennung zu bekommen, gefällig wirst. Zu allem Ja und Amen sagst und dich wie ein:e Märtyrer:in für den:die andere:n aufopferst.

Dass dich dieser Zustand auf Dauer unglücklich macht (egal, wie viel Anerkennung du dafür bekommst), brauche ich dir wohl nicht zu erklären, oder?

Deshalb ist es wichtig, dass du Verantwortung für dich und dein Wohlbefinden übernimmst. Dass du dein Glück nicht mehr von anderen abhängig machst, sondern es in dir selbst findest.

So kommst du von der Theorie in die Umsetzung

Mach dich zur Priorität. Deine Bedürfnisse zählen ebenso wie die der anderen.

Übe dich darin, nach innen zu hören und wahrzunehmen, was du gerade brauchst. Und wenn du ein Signal bekommst, handle danach!

  • Du musst mal an die frische Luft? Mach eine Pause von dem, was auch immer du tust und spaziere eine Runde um den Block.
  • Dein Mund fühlt sich trocken an? Hol dir ein Glas Wasser und trink einen großen Schluck.
  • Du sehnst dich nach Nähe und brauchst mal eine Umarmung? Suche einen geliebten Menschen auf und bitte darum.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du lernst, auf deine Bedürfnisse zu achten und für sie einzustehen.

Das alles gilt auch, wenn dich jemand um etwas bittet: Checke zuerst, wie es dir geht und ob du dich in der körperlichen und emotionalen Verfassung fühlst, etwas für andere zu tun. Wenn nicht, lehnst du ab. So unangenehm es sich vielleicht anfühlen mag. Du bist niemandem schuldig, über deine persönlichen Grenzen zu gehen, um ihm oder ihr einen Gefallen zu tun!

Das ist übrigens nicht egoistisch, sondern einfach nur Selbstfürsorge. Zumal du sowieso niemand anderen glücklich machen könntest, wenn es dir selbst miserabel geht.

Wenn du lernen willst, wie du in deinem Alltag dauerhaft gut für dich sorgst und einen achtsamen und liebevollen Umgang mit dir und deinen Bedürfnissen entwickelst, könnte die soulbox genau das Richtige für dich sein. Die soulbox ist mein 30-Tage-Selbstcoaching-Programm, mit dem du deine Selbstfürsorge ganzheitlich und nachhaltig verbesserst.

Alle Infos zur soulbox bekommst du hier.

3. Alles, was du brauchst, findest du in dir

Sich selbst genügen zu können, setzt voraus, sich wirklich zu kennen.

Vielleicht willst du protestieren: Ich verbringe jeden verdammten Tag mit mir, natürlich kenne ich mich!

Aber tust du das wirklich? Kannst du mir, ohne lange zu überlegen, selbstbewusst antworten, wenn ich dich frage…

  • wo deine Stärken liegen und welche positiven Seiten dich ausmachen?
  • was dich antreibt und nach welchen Werten du dein Leben ausrichtest?
  • welche Ziele du im Leben hast und wo dein persönlicher Sinn liegt?

Spoiler: Die wenigsten können das.

Weil uns nie jemand dazu motiviert, uns auf diese Weise kennenzulernen. Und weil uns niemand beigebracht hat, wie das geht.

Um wirklich mit dir ins Reine zu kommen und glücklich mit dir selbst zu werden, ist es aber absolut notwendig, dass du dich intensiv kennenlernst.

Denn nur, wenn du weißt, welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen, kannst du sie nutzen, um dein Leben mit all seinen Krisen und Herausforderungen selbstständig und erfolgreich zu meistern.

Nur, wenn du weißt, wo du hinwillst und was dir wichtig ist, kannst du dafür einstehen und bewusste Entscheidungen treffen, die dich deinen Zielen näherbringen.

So kommst du von der Theorie in die Umsetzung

Beschäftige dich mit dir! Keine Ablenkung. Kein halbherziges „an der Oberfläche kratzen“. Vergiss für einen Moment alles, was von außen auf dich einprasselt.

Diese drei Artikel sind eine wunderbare Unterstützung auf deiner Reise zu dir selbst:

  1. Zauberwort Selbstreflexion: Wieso es gerade heute so wichtig ist, sich selbst zu reflektieren und wie du das anstellst
  2. Wo liegen deine Stärken? 5 Methoden, mit denen du die in dir schlummernden Ressourcen und Fähigkeiten eindeutig entdeckst
  3. Erachtest du dein Leben als sinnvoll? Diese Fragen unterstützen dich auf deinem Weg der Sinnfindung

4. Alleinsein ist nicht das gleiche wie Einsamkeit

Ich treffe immer wieder auf Menschen, die Probleme haben, allein zu sein.

Die sich einsam fühlen, wenn niemand um sie herum ist. Die glauben, sie könnten nur schöne Momente erleben, wenn sie sie mit anderen teilen können.

Dabei kann Alleinsein so erfüllend sein, wenn es nicht von negativen Einsamkeitsgefühlen überlagert wird. Mehr noch: Um das „sich selbst genügen“ zu lernen, gibt es kaum eine bessere Übung, als Quality Time mit dir selbst zu verbringen.

Weil du in dieser Zeit ganz bei dir sein kannst. Weil du dich selbst besser kennen und verstehen lernst und deine Beziehung zu dir stärkst. Und weil du in keinem anderen Zustand so wunderbare Aha-Momente haben wirst.

So kommst du von der Theorie in die Umsetzung

Reserviere dir Zeiten in deinem Alltag nur mit dir und für dich allein. Mache Dates mit dir aus und verbring sie mit Dingen, die du gern tust. Die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern und dich die Zeit vergessen lassen.

Ein Spaziergang in der Natur, ein gemütlicher Abend mit einem guten Buch und einer Tasse Tee oder ein kreativer Nachmittag, an dem du etwas bastelst, zeichnest oder deine Handwerkskünste unter Beweis stellst. Was auch immer dir Freude macht, ist erlaubt. Wenn du dir nicht sicher bist, wo deine Interessen liegen, probiere neue Dinge aus, die du schon immer Mal machen wolltest – oder die dir spontan in den Sinn kommen.

Wenn du dich bereit fühlst, geh mal allein ins Café, in ein Museum oder ins Kino. Das mag sich im ersten Moment merkwürdig anfühlen, aber wenn du das anfängliche Unwohlsein erstmal überwunden hast, fühlt es sich unglaublich befreiend an. (Warum es sich generell lohnt, öfter mal deine Komfortzone zu verlassen und wie es dir gelingt, erfährst du in diesem Artikel).

Je häufiger du bewusst Zeit allein verbringst, desto eher löst du die Assoziation von Alleinsein und Einsamkeit in deinem Kopf auf. Und desto schneller wirst du das Gefühl haben, dir selbst zu genügen.

5. Du verdienst Liebe – nicht nur von anderen, sondern vor allem von dir selbst

Häufig hat unser Streben nach Zuneigung und Anerkennung von anderen etwas damit zu tun, dass wir uns nicht wertvoll genug fühlen. Wir können unseren Wert nicht aus uns schöpfen, sondern machen uns abhängig von der Meinung anderer über uns.

Dabei sind die Liebe und Anerkennung, die du dir selbst entgegenbringst, mit Abstand am wichtigsten.

Denn niemand außer dir ist 24 Stunden am Tag bei dir – und kann dich entweder aufbauen und stark machen, oder knallhart mit dir ins Gericht gehen und dich kleiner machen als du bist.

Sich selbst genügen heißt, sich selbst wertschätzen. Sich zu akzeptieren und zu lieben, auch wenn es manchmal schwerfällt.

Das heißt nicht, dass du 24/7 absolut glücklich mit dir sein und deinem Spiegelbild zuzwinkern musst. Es ist eher ein grundlegender, wohlwollender Umgang mit dir selbst. Ein Umgang, bei dem du…

So kommst du von der Theorie in die Umsetzung

Alles, was ich dir in diesem Artikel mitgegeben habe, zielt darauf ab, dass du deine Beziehung mit dir selbst verbesserst.

Zum Abschluss will ich dir aber trotzdem noch eine kleine, aber feine Übung an die Hand geben, mit der du deiner Selbstliebe einen zusätzlichen Push geben kannst.

Setze dich dafür vor einen Spiegel und schaue dir in die Augen (nicht weggucken, auch wenn’s schwerfällt).

Sag deinen Namen und sprich dann folgende Worte laut aus: „Du bist ein wunderbarer und wertvoller Mensch. Du bist schön, du hast viele Stärken. Und du hast schon einiges erreicht. Ich mag dich!“

Ja, das wird sich im ersten Moment komisch, vielleicht sogar peinlich anfühlen. Womöglich wirst du ein paar Anläufe brauchen, um es überhaupt ernsthaft durchzuziehen. Aber das ist nur ein Zeichen dafür, dass du dich noch nicht ganz wohl mit dir fühlst und es umso wichtiger ist, dir diese Worte zu sagen.

Also: Überwinde dich und wiederhole diese Übung am besten jeden Tag. Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen und du wirst ein immer besseres Gefühl dabei bekommen. (Natürlich kannst du den Satz auch variieren, je nachdem, was sich für dich am authentischsten anfühlt).

Links und Lesetipps zum Blogartikel „Sich selbst genügen: Mit diesen 5 Lektionen schöpfst du dein Glück aus dir selbst, statt es in anderen zu suchen“

📚 Lesetipps zum Tiefer einsteigen:

  1. So machst du Schluss mit Selbstzweifeln und Selbstablehnung
  2. Selbstakzeptanz-Challenge: 6 kinderleichte Übungen, um dich so anzunehmen wie du bist
  3. Die Welt wartet darauf, dass du endlich anfängst, dich selbst zu lieben – Diese 15 Tipps helfen dir dabei

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Ulrike