„Ich bin viel zu perfektionistisch“, „Meine Beine sind zu schwabbelig“, „Ich bin ein schlechter Mensch, weil ich einen Fehler gemacht habe“. Es gibt viele angebliche Gründe, dich selbst zu verurteilen und zu kritisieren. Dir fallen bestimmt auch eine Menge ein, oder? Dass dir heutzutage Jeder um die Ohren haut, dass du dich selbst lieben musst – komme, was wolle – kann da schon mal überfordernd wirken. Aber hey, weißt du was? Du musst deine Schwächen und Fehler nicht bedingungslos lieben. Sondern nur akzeptieren, dass sie ein Teil von dir sind. Und dass du auch mit ihnen okay bist. Selbstakzeptanz ist das Zauberwort. Um einen großen Schritt nach vorn in Sachen „mich so annehmen wie ich bin“ zu machen, habe ich eine wunderbare Selbstakzeptanz-Challenge für dich vorbereitet. Bereit für eine kleine Herausforderung?

Was Selbstakzeptanz NICHT bedeutet

Selbstliebe, Selbstachtung, Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstmitgefühl, …

Bei so vielen Begriffen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Selbstakzeptanz so häufig missverstanden wird.

Mir ist wichtig, dass du ganz genau verstehst, was ich mit diesem Wort meine, bevor du die Selbstakzeptanz-Challenge angehst. Deshalb räumen wir mit zwei Fehlannahmen auf, die mir beim Thema Selbstakzeptanz immer wieder begegnen.

1. Ich muss alles an mir lieben.

Selbstakzeptanz bedeutet NICHT, dass du alles an dir super finden und bedingungslos lieben musst.

Wie alle Menschen hast auch du Schwächen, Fehler und Makel. Es ist nur natürlich, dass du manche Dinge an dir weniger toll findest als andere. Entscheidend ist, dass du aufhörst, dich deswegen ständig selbst zu bekämpfen, zu verurteilen und darüber aufzuregen, was du alles nicht an dir magst.

Akzeptanz bedeutet einfach nur, dass was da ist, anzunehmen.

Du musst dich nicht für deine Schwächen feiern. Du musst sie nicht mal mögen. Sondern sie einfach nur akzeptieren.

2. Alles muss so bleiben, wie es ist.

„Wenn ich etwas akzeptiere, muss ich es dann nicht so lassen, wie es ist?“

Ich weiß, dass einige Menschen sich diese Frage stellen, wenn sie auf den Begriff Selbstakzeptanz stoßen. Meine Antwort darauf lautet ganz klar: Nein!

Es ist wichtig, dass du Akzeptanz nicht mit Resignation verwechselst. Wenn du dich und deinen Wert akzeptierst, weil sich ein paar überflüssige Kilos auf deinen Rippen eingefunden haben, heißt das noch lange nicht, dass du deine Abnehm-Versuche einstellen muss.

Denn Akzeptanz bezieht sich ausschließlich auf die Gegenwart. Es ist, wie es ist. Zwecklos, jetzt in diesem Moment dagegen anzukämpfen und dich dafür fertigzumachen. Viel sinnvoller ist es doch, dich mit der Frage zu beschäftigen, wie du deinen Zustand zukünftig verändern kannst. Und noch wichtiger zu kapieren, dass dein Wert als Mensch nichts, aber auch wirklich nichts damit zu tun hat.

Drei Gründe, wieso es sich lohnt, an deiner Selbstakzeptanz zu arbeiten

Was hast du davon, wenn du die Challenge angehst? Warum solltest du daran arbeiten, dich selbst anzunehmen?

1. Du erkennst deine Stärken an und gehst positiver durchs Leben

Bei dem Wort „Selbstakzeptanz“ denken wir immer schnell an unsere Fehler und Schwächen. Dich selbst zu akzeptieren heißt aber nicht nur, dich von Selbstvorwürfen und Selbstablehnung zu befreien. Es bedeutet auch, dass du deine eigenen positiven Seiten und Stärken erkennst und annimmst. Die übersehen wir nämlich leider viel zu oft.

Selbstakzeptanz bedeutet, dass du dir auch mal ein Kompliment machst. Dass du dich selbst ermutigst und aufrichtest. Und dass du mit einer Haltung durchs Leben gehst, in der du ganz genau weißt, worin du gut bist – und das auch anerkennst.

2. Selbstablehnung und Vorwürfe verschlimmern deine Situation

Du kannst dich von morgens bis abends über dein Gewicht, dein Aussehen, deinen Charakter und deine schlechten Gewohnheiten aufregen. Dich selbst beschimpfen mit Aussagen wie: „Ich bin so eine faule Kartoffel, ich kriege einfach meinen A**** nicht hoch“ oder „Ich bin so doof, ich kriege diese Aufgabe sowieso nicht hin“.

Das Ding ist nur: Es bringt dich keinen Zentimeter weiter.

Es kostet dich eine Menge Energie, zieht dich runter und macht dich nur unglücklich. Du fühlst dich furchtbar und machst dich im schlimmsten Fall dafür auch noch fertig. Glaubst du wirklich, in diesem Zustand bekommst du noch irgendetwas auf die Reihe? Nein. Denn du befindest dich in einer Abwärtsspirale, wie sie im Buche steht.

3. Selbstakzeptanz nimmt deinem inneren Kritiker seine Macht

Dir ist wahrscheinlich auch klar, dass du dich nicht bewusst dazu entschieden hast, dich blöd finden zu wollen. Du bist nicht derjenige, der dich ablehnt – es ist die Stimme in deinem Kopf, dein innerer Kritiker.

Er erzählt dir, du wärst nicht gut genug. Er beschimpft dich, wenn du einen Fehler machst. Und leider glauben viele von uns ihm jedes Wort. Das kann zu einem richtigen Problem werden, wenn du ihn hemmungslos in deinem Kopf wüten lässt.

Deshalb ist es umso wichtiger, dich in Selbstakzeptanz zu üben. Denn wenn dir deine negativen Seiten bewusst sind und du es schaffst, sie zu akzeptieren und anzunehmen, machst du dich von den Worten deines inneren Kritikers frei. Sie verlieren ihre Bedeutung – und er seine Macht.

Deine Selbstakzeptanz-Challenge

Jetzt reicht es mit dem Vorgeplänkel. Du bist sicher schon ganz gespannt auf die Challenge.

6 Tage, 6 verschiedene Übungen, mit denen du deine Selbstakzeptanz garantiert stärkst.

Es ist bewusst eine knappe Woche. Denn es handelt sich um einen überschaubaren Zeitraum, der aber ausreicht, damit du erste Veränderungen spürst. Diese Aufgaben erwarten dich:

Tag 1: Eine liebe Botschaft

Tag 2: Pro Selbstmitgefühl

Tag 3: Eine Prise Selbstbeweihräucherung

Tag 4: Starke Schwäche

Tag 5: Haltung ist alles

Tag 6: Dein Mutausbruch

Ich habe noch ein ganz besonders cooles Extra für dich: Du findest genau diese Challenge auch bei mir auf Instagram. Schau doch einfach mal unter dem Hashtag #seidirselbsteinguterfreund vorbei und hol dir eine Portion Inspiration und Motivation ab. Zu meinem Instagram-Profil kommst du hier.

Falls du den Artikel zu einem späteren Zeitpunkt liest, folge mir gerne trotzdem. Damit ich dich immer mit Denkanstößen, Coachingimpulsen und praktischen Tipps versorgen kann. Und wer weiß, vielleicht kommt ja auch bald schon die nächste Challenge für dich?

Die Selbstakzeptanz-Challenge kannst du natürlich auch wunderbar für dich allein starten. Ich werde dir hier alles erklären, was du wissen musst. Los geht’s…

Tag 1: Eine liebe Botschaft

Wir fangen mit einer kleinen, einfachen Aufgabe mit einer großen Wirkung an. Nimm dir dafür Stift und Papier zur Hand und schreibe eine liebe Botschaft an dich selbst. Das kann ein Post-it sein, das du dir an den Rand deines PC-Bildschirms klebst. Oder ein kleiner Zettel am Spiegel.

Vielleicht hast du in letzter Zeit irgendetwas geschafft, worauf du stolz bist. Oder dir fällt etwas ein, was du schön oder gut an dir findest. Mach dir einfach mal ein Kompliment, egal wofür. Hauptsache, es zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht.

Lass den Zettel für den Rest der Woche an einem gut sichtbaren Platz hängen oder pack ihn dir in den Geldbeutel, damit du ihn immer wieder liest.

Und jedes Mal, wenn du diese Woche in einen Spiegel schaust: Mach dir ein Kompliment. Egal, ob du gerade daheim, auf dem Klo in der Arbeit oder unterwegs auf einer Shoppingtour bist. Du bist wunderbar – es wird Zeit, dass du das erkennst.

Tag 2: Pro Selbstmitgefühl

Bei Selbstakzeptanz geht es nicht nur darum, dich für deine Stärken zu feiern. Sondern auch um den konstruktiven Umgang mit deinen Fehlern und Schwächen.

Am zweiten Tag der Challenge geht es deshalb darum, dir bewusst zu machen, dass es okay ist, unperfekt zu sein. Jeder von uns hat Fehler – das ist es, was uns menschlich macht. Deine Ecken und Kanten machen dich erst zu dem Menschen, der du bist. Sie sind ein Teil von dir und haben ebenso eine Daseinsberechtigung wie deine Stärken.

Schnapp dir wieder einen Zettel und einen Stift und schreibe eine Schwäche auf, die du an dir siehst und nicht magst. Oder einen Fehler, den du gemacht hast und für den du dich verurteilst.

Überlege dir dann, wieso es okay und menschlich ist, diesen Fehler (gemacht) zu haben. Du wirst sehen, danach wirst du dich sofort ein bisschen wohler damit fühlen.

Hier ein Beispiel, damit du weißt, wie du vorgehen kannst.

Diesen Fehler habe ich gemacht: Ich habe eine Freundin im Stich gelassen, die mich um einen Gefallen gebeten hat.

Und das ist menschlich, weil: Ich zu diesem Zeitpunkt sehr ausgelaugt war und keine Energie hatte, einem anderen Menschen zu helfen. Ich kann nicht immer für alle anderen da sein und das ist okay.

Tag 3: Eine Prise Selbstbeweihräucherung

Viel zu oft fokussieren wir uns auf unsere Probleme. Unsere Schwächen sind so viel präsenter als unsere Stärken. Deshalb geht es an Tag 3 darum, dich einfach mal richtig gut zu finden.

Schnapp dir eine Münze, wirf sie und vervollständige dann einen der beiden Satzteile:

  • Kopf: Diese Eigenschaft mag ich an mir …
  • Zahl: Das finde ich an mir sexy …

Natürlich kannst du diese Übung so oft wiederholen, wie du willst. Es tut schließlich einfach nur gut, sich mal zu feiern, oder?

Tag 4: Die Stärke in der Schwäche

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass eine Schwäche nicht immer nur schlecht sein musst? Dass vielleicht mehr dahintersteckt, als du glaubst?

Such dir noch mal eine Schwäche von dir. Worin bist du nicht so gut? Was stört dich an dir selbst?

Hast du etwas? Sehr gut!

Deine Aufgabe am vierten Tag der Challenge ist es, eine neue Perspektive einzunehmen und diese Schwäche objektiv und aus der Distanz zu betrachten.

Liegt darin vielleicht auch eine Stärke?

Wenn du dich zum Beispiel für zu perfektionistisch hältst, könntest du als Stärke erkennen, dass du auf viele Details achtest und weniger Flüchtigkeitsfehler machst als andere.

Analysiere nach diesem Prinzip die 5 Schwächen, mit denen du am häufigsten haderst. Schreib es auf nach dem Schema:

  • Meine Schwäche: …
  • Darin liegt diese Stärke: …

Den Zettel kannst du dir dann irgendwo gut sichtbar hinlegen oder in deine Tasche stecken und mitnehmen. Damit du immer wieder draufschaust und erkennst, dass sich hinter deinen Schwächen auch tolle Stärken verbergen, auf die du stolz sein kannst.

Tag 5: Ich bin (nicht) okay oder vom goldenen Balsam

Am vorletzten Tag geht es darum, den Unterschied zwischen Selbstakzeptanz und Selbstablehnung bewusst mit deinem Körper zu spüren.

Nimm dir dafür zwei DIN-A4-Blätter. Auf das eine schreibst du „Ich bin ok“ und auf das andere „Ich bin nicht ok“. Lege sie vor dich auf den Boden und teile die zwei Bereiche mit einer Trennlinie auf (dafür eignet sich zum Beispiel ein Seil, ein Kabel, ein Tesakrepp, ein Wollfaden o.ä.)

Jetzt wandere zwischen diesen beiden Feldern hin und her. Probiere aus, wie es sich anfühlt, wenn du auf der Ok-Seite bist, was sich auf der Nicht-ok-Seite verändert und wie es ist, auf der Grenze zwischen den beiden Feldern stehen zu bleiben.

Versuche, dabei bewusst in dich hinein zu spüren. Wie fühlt es sich an, wenn du in die Selbstakzeptanz trittst? Wie an der anderen Stelle?

Wenn du dir Zeit nimmst, spürst du ganz sicher einen Unterschied. Vielleicht gibt es wackelige Knie, wenn du auf dem Feld „Ich bin nicht ok“ bist? Genauso wie den Kraftruck, der durch deinen Körper geht, wenn du im „Ich bin ok“ Feld bist?

In dieses „Ich bin ok“-Gefühl darfst du jetzt noch tiefer eintauchen.

Stell dir dazu eine große, goldene Schüssel vor. Diese ist mit einem Balsam gefüllt, der genau die Konsistenz hat, die du angenehm findest. Vielleicht ist er fluffig und schaumig. Oder cremig und nährend.

Dein Balsam hat auch genau die Farbe, die du magst und die dir gerade in diesem Moment gut tut. Seine Temperatur ist genau richtig für dich und er duftet nach all den Dingen, die du liebst.

Spür in dich hinein, was gerade richtig für dich ist. Der Balsam ist genau so, wie du es in diesem Moment magst. Und dann fang an, dich aus der Schüssel zu bedienen.

Nimm dir so viel von dem Balsam, wie du brauchst Und reibe deinen ganzen Körper von oben bis unten damit ein. Bis er dich ganz umhüllt.

Diese Hülle stärkt dich und lässt dich das „Ich bin okay“-Gefühl noch intensiver und kräftiger spüren. Und sie erinnert dich für den Rest des Tages daran, gut auf dich zu achten und wohlwollend und liebevoll mit dir umzugehen.

Tag 6: Dein Mutausbruch

Manchmal erfordert es Mut, dich selbst zu akzeptieren. In einer Welt, in der wir uns ständig vergleichen, in der wir immer besser sein wollen als andere, braucht es Mut, um dich selbst anzunehmen.

Also los: Habe den Mut, dich selbst so zu akzeptieren, wie du bist! Denn du bist liebenswert.

Und genau das sollst du am letzten Tag der Challenge in die Welt tragen.

Stelle dich an dein Fenster und schreie laut hinaus „Ich bin toll“, „Ich bin liebenswert“ oder „Ich bin gut“.

Vielleicht fällt dir ein Satz ein, der besser zu dir passt.

Trau dich, diese Botschaft ganz laut zu schreien, egal was die Nachbarn oder vorbeilaufende Passanten denken.

Lass die Selbstablehnung und die Angst hinter dir und genieße deine neu gewonnene Freiheit und den Raum, der dadurch entsteht.

Auf die Plätze, fertig, los!

Du hast jetzt alles an der Hand, um sofort mit der Challenge loszulegen.

Also tu es! Es ist an der Zeit, deine Selbstzweifel und die ewigen Vorwürfe loszulassen und dich selbst zu akzeptieren – mit allem, was dazugehört.

Ich wünsche dir eine aufregende und wirksame Challenge – und natürlich ganz viel Spaß!

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, noch weiter an deiner Selbstakzeptanz und auch generell an deiner Selbstfürsorge zu arbeiten, schau dir unbedingt mal die soulbox an. Mit wertvollen Coachingimpulsen und praktischen Übungen zeigt sie dir den Weg zu einem achtsameren Umgang mit dir selbst und hilft dir, dich langfristig gut um dich zu kümmern. Hier bekommst du alle Infos.

Schreib mir in die Kommentare:

  • wofür du dich immer wieder niedermachst,
  • welche Aufgabe dir bei der Challenge am besten gefällt und
  • zu welchem Thema du dir in Zukunft eine Challenge auf soulsweet wünschen würdest

 

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