Du hast deinen Wecker überhört und bist viel zu spät dran. Auf dem Weg zum Bad stößt du dir den kleinen Zeh am Türrahmen (Autsch!) Nach einer schnellen Dusche, bei der du halb erfrierst und dich im nächsten Moment fast verbrennst (weil die Wassertemperatur mal wieder verrückt spielt), ziehst du dich hektisch an und rennst zur Bahn. Die fährt natürlich vor deinen Augen an dir vorbei…

Klare Diagnose: Es ist wieder einer dieser Tage. Du bist mit dem falschen Fuß aufgestanden. Irgendwie geht alles schief und du hast so richtig miese Laune. Wir alle kennen diese Tage.

Manchmal ist noch nicht mal was Besonderes vorgefallen und trotzdem ist man mies gelaunt. Die gute Nachricht ist: Du bist diesen Tagen und deiner Stimmung nicht hilflos ausgeliefert. In diesem Artikel zeige ich dir 3 ungewöhnliche und effektive Gute Laune Tipps, mit denen es dir blitzschnell besser geht. Ich bin sicher, den ersten Tipp hast du so noch nirgends gelesen.

Los geht´s….

1. Drei Chinesen mit dem Kontrabass… oder Abstand zu Miesmacher-Gedanken schaffen

Du kannst nicht beeinflussen,

  • ob dir ein unangenehmes Missgeschick passiert,
  • ob ein Arbeitskollege selbst mies drauf ist und dich deswegen anranzt oder
  • deine Hormone Pogo tanzen.

Was du aber kontrollieren kannst, sind deine Gedanken.

Lass uns ehrlich sein: Oft tragen wir unsere schlechte Laune, unseren Ärger und unsere Sorgen noch stundenlang mit uns herum. Selbst wenn es eigentlich keinen Grund mehr dafür gibt.

Deshalb lautet mein erster Tipp, um deine schlechte Laune loszuwerden: Distanziere dich von deinen Miesmacher-Gedanken und nimm ihnen so die Macht über dich und deine Laune!

Dazu will ich dir eine Übung aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie ans Herz legen.

Es geht darum, deine Gedanken nicht mehr so ernst zu nehmen, spielerisch mit ihnen umzugehen und sie vielleicht sogar ein bisschen ins Lächerliche zu ziehen.

Das hilft dabei, selbst zu erkennen, dass es eben „nur“ Gedanken sind. Sie können absurd, belanglos, einseitig, übertrieben oder schlichtweg falsch sein. Fang also an, besonders an solchen „Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen“-Tagen deine „Denkmaschine“ kritisch unter die Lupe zu nehmen und ihr nicht jeden Gedanken als wahr abzukaufen.

PS: Die Übung mag etwas ungewöhnlich sein, aber wirklich effektiv.

Kannst du dich noch an die klassischen Kinderlieder erinnern, die du im Kindergarten oder in der Grundschule gesungen hast?

  • Hänschen Klein
  • Alle meine Entchen
  • Alle Kinder lernen lesen
  • Fuchs, du hast die Gans gestohlen
  • Der Kuckuck und der Esel

Wahrscheinlich hast du gerade schon leise die Melodien vor dich hin gesummt. Sehr gut.

Jetzt nimm dir einen Gedanken, der typischerweise durch deinen Kopf schwirrt, wenn du schlechte Laune hast. So was wie „Der Tag heute wird garantiert eine Katastrophe“, „Heute krieg ich gar nichts auf die Reihe“ oder „Mann, sehe ich heute furchtbar aus“.

Diesen Gedanken singst du jetzt in der Melodie deines liebsten Kinderliedes.

Ja, du hast richtig gelesen. Du sollst deine miesen Gedanken singen. In der Melodie von Kinderliedern.

Klingt erstmal total absurd, ist aber sehr effektiv. Denn spätestens, wenn deine Grübeleien mit der Melodie von „Alle meine Entchen“ oder „Hänschen Klein“ aus dir herauskommen, werden sie ihre Ernsthaftigkeit und Bedrohlichkeit verlieren – und dann darfst du auch gerne über sie schmunzeln.

Den gleichen Effekt erzielst du übrigens, wenn du dir ein Beispiel an den „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ nimmst.

Von Strophe zu Strophe werden in diesem Lied alle Vokale nacheinander durch ein und denselben Vokal ersetzt. Erst a, dann e, dann i, dann o, dann u.

Genau das kannst du auch mit deinen negativen Gedanken machen.

Übrigens nicht nur, wenn du miese Laune hast, sondern zum Beispiel auch dann, wenn du dich mal wieder selbst klein machst.

Nehmen wir an, in deinem Kopf schwirrt der Satz „Ich kann das nicht und werde versagen“ herum. Mach es wie die drei Chinesen und spiel damit!

  • „Ach kann das nacht and warda varsagan“ –
  • „Ech kenn des necht end werde versegen“ –
  • „Ich kinn dis nicht ind wirdi virsirgin“ und so weiter.

Du wirst merken, dass die Worte mit der Zeit an Bedeutung verlieren. Und dass dein Gedanke eigentlich total unnütz und alles andere als hilfreich für dich ist.

Wieso hilft das bei deiner schlechten Laune?

  1. Wie du dich fühlst, ist eng damit verbunden, was du denkst.
  2. Deshalb kann es für deine Laune zu einem echten Problem werden, wenn du deine Denkmaschine ungezähmt in deinem Kopf wüten lässt.
  3. Mit Hilfe der Übung kommt es zur „Entschmelzung“ zwischen deinen Gedanken und Gefühlen.

Die Miesmacher-Gedanken verlieren ihre Macht über dich und damit auch über deine Laune.

Wenn in deinem Kopf negative Gedanken und Grübeleien in Dauerschleife ablaufen, kannst du auch mal in diesen Artikel reinschauen. Dort findest du 8 weitere hilfreiche Tipps, mit denen du erfolgreich vom Gedankenkarussell abspringst.

2. Tu jemand anderem etwas Gutes

  • Gib dem Mann vor dir in der Schlange einen Kaffee aus,
  • schreib einen lieben Text an eine Freundin,
  • kauf ein Brötchen für den Obdachlosen in der Fußgängerzone oder
  • biete der neuen Praktikantin auf der Arbeit deine Hilfe an.

Wenn du so richtig schlechte Laune hast, erwischst du dich vielleicht bei dem Gedanken: „Pfff, wieso sollte ich mich bemühen, dass andere einen guten Tag haben, wenn es mir selbst so mies geht?“

Tatsächlich ist dieser Tipp nicht so uneigennützig wie er klingt.

Indem du Anderen etwas Gutes tust, machst du nämlich nicht nur ihren Tag besser, sondern auch deinen!

Wieso hilft das bei deiner schlechten Laune?

Inzwischen gibt es jede Menge Studien, die zeigen, dass anderen zu helfen auch dich selbst glücklich macht.

Die Psychologen Lara Aknin, Elizabeth Dunn und Michael Norton haben zum Beispiel herausgefunden, dass du dich glücklicher fühlst, wenn du Geld für andere ausgibst. Deshalb macht es auch so viel Spaß, deine Lieblingsmenschen zu beschenken! (Falls du dich für weitere spannende Studien aus der Glücksforschung interessierst, kann ich dir diesen Artikel ans Herz legen ).

Wenn du jemandem etwas Gutes tust, bringst du das Gute in dir hervor – und das fühlt sich einfach richtig gut an.

Du wirst überrascht sein, wie schnell deine Laune sich verbessert, wenn du es schaffst, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

3. Dance it out

Sicher hast du diesen Tipp schon mal irgendwo gehört: Wenn du schlechte Laune hast, schmeiß deine liebste Playlist an und tanz drauf los.

Aber Hand aufs Herz: Hast du ihn auch wirklich mal umgesetzt?

Meistens sind wir ja leider gerade dann, wenn wir unsere innere Dancing Queen besonders nötig hätten, so gar nicht in der Stimmung, sie herauszulassen.

Alles was ich dir dazu sagen kann ist: Mach es einfach!

Sobald die Musik losgeht und du dich wirklich darauf einlässt, wirst du merken, wie deine grummelige Laune und dein Stress von dir abfallen. Dann bist du mindestens genau so ausgelassen wie dieser tanzende Hund:

Gute Laune Tipps

Mit diesen Playlists auf Spotify kannst du sofort loslegen:

Wieso hilft das bei deiner schlechten Laune?

Wenn du Gute-Laune-Songs hörst, fröhlich mitsingst und mittanzt, löst sich die Anspannung von deinem Körper und du fühlst dich befreit.

Das ist Balsam für deinen Gemütszustand.

Außerdem kannst du dich damit von lästigen Pflichten wie dem Aufräumen, Putzen oder Spülen ablenken und eine lustige Tanzeinlage daraus machen. Win-Win also.

Denk dran: Auch Sch***-Tage gehen vorbei

Mit diesen 3 kleinen, aber wirksamen Gute-Laune-Tipps bist du für dein nächstes Stimmungstief gewappnet.

Und ja: Natürlich gibt es Tage, an denen so richtig der Wurm drin ist. An denen dir nichts gelingt, du keinen Bock hast und dich in deinem Bett unter Decken und Kissen vergraben willst.

That’s the game.

Auch solche Tage gehören zum Leben dazu.

Glücklicherweise gehen sie oft genauso schnell wieder vorbei wie sie gekommen sind.

Da ist in manchen Fällen auch abwarten, Tee trinken und es so sein lassen wie es gerade ist, das beste Rezept.

Schreib mir in die Kommentare

  • Was hat dir zuletzt einen so richtig schönen schlechte Laune-Tag verschafft?
  • Was sind deine persönlichen Geheimtipps für schlechte Tage?
  • Welcher Song gehört auf deine Gute-Laune-Playlist?

 

PS: Sharing is caring: Wenn dir der Artikel gefallen und geholfen hat, teile ihn jetzt mit deinen Liebsten und mit allen Menschen, denen das Wissen auch weiterhelfen kann. Dankeschön! Meinen Newsletter, die Soulspirations, kannst du hier abonnieren – damit du keinen Artikel mehr verpasst und von Goodies profitierst, die ich exklusiv nur mit meinen Newsletter-Abonnenten teile.