Neuanfänge sind selten bequem, aber oft notwendig – das hat Stephanie nach ihrer Kündigung erlebt. Im Interview erzählt sie, warum es so schwer war, das Vertraute loszulassen und wie sie schließlich doch den Mut fand, ihren eigenen Weg zu gehen statt weiter im People Pleasing Modus zu verharren.

Stephanie, ich weiß noch, als du auf die »Happiness Academy« gestoßen bist, ging es dir gar nicht gut. Was war damals los?
😔 Ich war permanent erschöpft und alles andere als glücklich.
🌀 Mein Job im Vertrieb war sehr fordernd, die Arbeitstage lang. Durch eine Umstrukturierung in der Firma hatte ich am Ende drei Rollen gleichzeitig und stand total unter Druck. Mein Leben bestand nur noch aus Arbeit. Jedes Mal, wenn ich nachts aufgewacht bin, habe ich nur über die Arbeit nachgedacht. Ich hatte mich komplett selbst verloren.
🫂 Meine Partnerschaft hat sehr darunter gelitten, weil ich so ausgepowert und teilweise einfach nicht mehr ansprechbar war. Ich weiß noch, als mein Mann zu mir sagte: »Wir bleiben komplett auf der Strecke«. Und auch meine Freunde haben mitbekommen, dass etwas nicht stimmt. »Du hörst dich immer an, als wärst du zwischen Tür und Angel. Ich mache mir Sorgen um dich.«
Dann kam dieser Moment, an dem dir klar wurde: So kann es nicht weitergehen!?
Das war an meinem 50. Geburtstag. Mein Vater ist schon mit 48 Jahren verstorben und ich habe mich gefragt: »Wenn es das für mich sein sollte, würde ich dann auf mein Leben zurückblicken und denken, das war wirklich das, was ich wollte?«
Da habe ich ganz deutlich gespürt: Nein. Wenn das mein Leben ist, dann will ich das so nicht mehr!
People Pleasing hat sich bis dahin wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen. Ich habe immer nur geschaut, dass ich es meiner Firma und allen anderen recht mache. Also habe ich mir gesagt, dass ich jetzt etwas verändere. Nicht mehr länger nur im Überlebensmodus fahre, mich endlich mehr auf mich konzentriere und auf das, was mich glücklich macht.
Was hast du von da an anders gemacht?
🔍 Eine Zeit lang war ich ständig auf der Suche. Habe Bücher gelesen, Podcasts gehört, mir Dokus angeschaut. Alles, was sich mit Glücklichsein beschäftigt und mir Ansatzpunkte gegeben hat, wie ich selbst wieder glücklicher werden kann.
💛 Da war dieser Wunsch in mir, endlich meinen eigenen Weg zu gehen. Nicht nur den sicheren, angepassten. Sondern den, der sich nach mir anfühlt.
🧠 Gleichzeitig war da aber auch diese Realität: Ich brauche Sicherheit. Ein Einkommen. Ich habe Verpflichtungen. Die Vorstellung, einfach alles hinzuschmeißen und was Neues zu probieren, hat mir große Angst gemacht.
⚖️ In diesem Spannungsfeld habe ich mich lange bewegt. Und hab immer gedacht, ich krieg es irgendwie selbst in die richtigen Bahnen gelenkt.
…und dann ging es steil bergauf?
Nein, eben nicht. Ich hatte wirklich die besten Vorsätze: mehr Sport, gesünder leben, achtsamer sein.
In der Theorie hatte ich mir eine Menge Wissen angeeignet, aber es hat irgendwie nie geklappt. Ich blieb im selben Kreislauf stecken. Habe es einfach nicht geschafft, das, was ich verstanden hatte, auch wirklich umzusetzen.
Hattest du das Gefühl, du machst etwas falsch?
Das nicht. Ich bin eigentlich von Grund auf eher ein positiver Mensch, kann Sachen sehr gut einschätzen, habe immer unheimlich gute Beziehungen gehabt, weil ich mich eben sehr kümmere. Es war eher so, dass die Methoden nicht wirklich bei mir ankamen.
Man hört ja zum Beispiel immer wieder: »Schreib jeden Tag drei Dinge auf, für die du dankbar bist.« Das ist sicher gut gemeint, hatte aber keinen echten Effekt auf mich. Es hat sich eher wie eine Schulaufgabe angefühlt, zwanghaft nach Sachen zu suchen, die ich aufschreiben kann. Was mir wirklich gefehlt hat, war eine handfeste Anleitung. Etwas, das mich Schritt für Schritt begleitet.
Mit meinen Versuchen habe ich mich dann noch 1,5 Jahre mühsam über Wasser gehalten, bis das Burnout mich gekriegt hat. Dann habe ich endgültig die Reißleine gezogen. Meinen Job gekündigt und mir gesagt: »Jetzt reicht’s!«.
Und in genau dieser Zeit bin ich auf die Happiness Academy gestoßen.
Was hat für dich den Unterschied gemacht zwischen den gut gemeinten Ratschlägen und dem, was du im Kurs erlebt hast?
Was mir von Beginn an sehr geholfen hat, war, zu erkennen, dass es ganz viele unterschiedliche positive Gefühle gibt – Freude, Inspiration, Stolz, Vergnügen – und dass ich lernen kann, sie im Alltag wahrzunehmen und wirklich zu spüren. Und noch wichtiger: Mich auch damit zu verbinden, was ich selbst dazu beigetragen habe.
Vorher ist mein Leben oft einfach so an mir vorbeigeplätschert. Ich war so ausgepowert und so auf die Arbeit fokussiert, dass ich das Schöne um mich herum kaum noch wahrgenommen habe. Heute weiß ich, dass das kein Zufall ist: Unser Gehirn fokussiert sich aus Schutz auf das Negative. Aber wir können lernen, das umzulenken. Das hat bei mir total schnell funktioniert, innerhalb von wenigen Tagen.
Plötzlich habe ich es viel bewusster erlebt, wenn ich mich draußen an einem blühenden Baum erfreut habe. Mich über den Witz eines Komikers so richtig kaputtgelacht habe. Oder mich mit meiner Freundin verbunden gefühlt habe nach einem Gespräch, das so richtig toll war.
Ich habe mein Leben lang nach diesen großen Sachen gesucht und oft gedacht: »Was kann ich denn schon bewirken als kleines Menschenwesen. Ich kann doch nichts, ich bin doch niemand.«
Die Happiness Academy hat mir die Erlaubnis gegeben, Kleinigkeiten viel mehr wertzuschätzen und auch kleine Erfolge zu feiern.
Denn die sind es ja, die das Leben wirklich ausmachen. Und in jedem schönen Moment auch bewusst zu spüren, dass mir das nicht einfach passiert, sondern ich aktiv dazu beigetragen habe. Das macht einen riesigen Unterschied für mich.
Ab da flutschte es also doch?
Absolut, es hat sich so viel positiv verändert! Auch, wenn es nicht immer einfach war und ich den ein oder anderen Stein umdrehen musste, den ich anfangs lieber unberührt gelassen hätte.
Da ist einiges hochgekommen – aber genau das war der Schlüssel, um voranzukommen.
Den ersten unbequemen Moment hatte ich schon in Modul 1. Meine Positivity Ratio, also das Verhältnis positiver zu negativer Gefühle, war damals ERSCHRECKEND schlecht. Ich hab den Test ehrlich ausgefüllt – und da stand es dann schwarz auf weiß. Das tat weh.
Es so schwarz auf weiß zu sehen, tat weh sagst du. Es war aber auch ein Weckruf?
Absolut. Ich habe mich bewusst mit den Kursanleitungen mit meinen Gefühlen beschäftigt, eben auch mit den negativen.
Ich wurde mir meiner Ängste immer mehr bewusst und habe verstanden, welche Macht sie über mich und mein Leben hatten. Das war unangenehm, keine Frage. Aber notwendig. Weil ich erkannt habe:
Ich will keine Entscheidungen mehr aus Angst treffen.
Das war ja die Zeit, nachdem ich den alten Job gekündigt hatte. Ich saß da, ohne einen Pfennig Einkommen und hatte gerade wieder angefangen, nach Jobangeboten zu gucken. Das war schon echt beängstigend.
Ich hab mich dabei erwischt, dass ich anfangs immer wieder in der gleichen Sparte gesucht habe. Durch die intensive Reflexion in der Happiness Academy ist mir aber bewusst geworden: »Du ziehst das nur in Erwägung, weil du Angst hast, aber das entspricht nicht deinen Werten. Du willst das nicht.«
Also habe ich trotz aller Zweifel und Ängste immer wieder Jobs abgelehnt, bei denen ich gespürt habe, dass sie nicht passen. Das war unheimlich schwer.
Früher hätte ich das nie geschafft. Aber ich habe gelernt: Nur weil ich denke, ich brauche ein Einkommen, heißt das nicht, dass ich den erstbesten Job annehmen muss.
Das war sicher keine leichte Zeit. Was hat dir geholfen, diese Klarheit zu finden und den Mut, ihr zu folgen?
Das Thema Selbstwert war für mich ein echter Gamechanger. Ich war früher wahnsinnig hart zu mir und habe immer mit mir gehadert. Meinen Wert habe ich an Leistung gemessen und egal, was ich gemacht habe, ich habe immer hinterfragt, ob es wirklich gut genug ist.
Gerade im Berufskontext wurden mir deshalb oft Sprüche an den Kopf geworfen wie: »Sei doch mal ein bisschen selbstbewusster. Wenn du mit Vorgesetzten sprichst, bist du so klein mit Hut«.
Aber das ist leichter gesagt als getan. Ich bin nicht so aufgewachsen, dass ich ständig gelobt wurde oder für jede Kleinigkeit einen Preis bekommen habe. Ich musste immer sehr stark sein und hatte keine Ahnung, worauf sich mein Selbstwert begründet.
Erst in der Happiness Academy habe ich gelernt, dass es um mehr geht als meine Leistung und Fähigkeiten. Ja, Excel kann ich im Schlaf, aber das ist nicht, was mich ausmacht. Ich besitze ganz viele wertvolle Eigenschaften. Ich habe sie nur nie gesehen.
Wo hast du diesen gewachsenen Selbstwert besonders gemerkt?
Bei den Bewerbungen. Ich bin 50, da denkt man schnell: Wer will mich noch? Aber mit meinem neuen Selbstverständnis konnte ich ganz anders auftreten. Egal, ob im Bewerbungsschreiben oder beim Vorstellungsgespräch.
Früher dachte ich: »Ich kann eigentlich nichts Besonderes«. Durch die intensive Auseinandersetzung mit meinen Stärken im Kurs hat sich das gedreht und ich konnte zum ersten Mal anerkennen, was ich gut kann. Ich habe gemerkt: Im Vertrieb war ich okay, aber was mich wirklich ausmacht, ist der Umgang mit Menschen. Mein Bindungsvermögen, meine Ehrlichkeit und Freundlichkeit – da liegen meine Topstärken.


„Ich bekam Rückmeldungen, wurde zu Gesprächen eingeladen.
Weil ich mich endlich getraut habe, mich klar und authentisch zu zeigen.“
Stephanie

Das hat sich auch in den Bewerbungsprozessen widergespiegelt. Ich habe nicht mehr nur aufgezählt, was ich an Fertigkeiten kann, sondern gezeigt, wofür ich stehe. Ich habe wirklich daran geglaubt, dass das, was ich an den Tisch bringe, wertvoll ist. Dass ich einen Unterschied machen kann für diese Firma. Und das wurde auch gesehen.
Wow, Glückwunsch! Wie ging es mit der Jobsuche weiter?
Gegen Ende der Academy habe ich mich intensiv mit meinen Werten beschäftigt. Das war längst überfällig. Heute weiß ich sehr genau, was mir wichtig ist: Nachhaltigkeit, Sinn, etwas zurückgeben. Daran orientiere ich mich. Weil ich mehr davon in meinem Leben will.
Deshalb habe ich mich auch nicht mehr auf alles beworben, sondern bewusst aussortiert. Ich wusste plötzlich genau: Das und das – das passt nicht zu mir. Und das hier, das fühlt sich richtig an. Es war mutig, aber auch befreiend. Und irgendwann ist die richtige Stelle aufgetaucht.
Und…?
💛 Ich arbeite jetzt in einer Vorschule und finde es ganz, ganz toll. Ich darf jeden Tag mit Kindern zusammenarbeiten und auch, wenn ich ursprünglich was ganz anderes gelernt habe, ist es unglaublich wertvoll für mich zu sehen, wie viel Einfluss ich auf diese kleinen Menschen nehmen kann.
🌱 Es ist so wichtig für unsere Welt, dass wir kluge Kids haben, die sich geliebt fühlen. Gerade, weil ich keine eigenen Kinder habe und es so viele Sachen gibt, die ich nicht beeinflussen kann, tut es gut, dass ich hier eine Wirkung habe. Mit meinem Besen und in meiner Ecke, da kehre ich jetzt ganz tüchtig. Da kann ich Gutes in die Wege leiten.
🤲 Ob es ein Gespräch mit Eltern ist, die sich danach besser fühlen. Oder der Kontakt mit den Kindern, denen ich was beibringen oder einfach schöne Momente bescheren kann. Die Vorstellung, dass ein Kind beim Abendessen sitzt und erzählt »Heute hab‘ ich mit der Stephanie gesprochen und die sagt dies und das«. Das gibt mir unheimlich viel.
Und ja. Zweifel gibt’s immer mal. Aber…
Ich habe jetzt etwas, was mir vorher gefehlt hat und worauf ich mich immer wieder stützen kann: Zuversicht.
💫 Ich weiß, ich befinde mich auf dem richtigen Weg. Gerade ist mein Einkommen noch ziemlich klein, aber das wird nicht immer so bleiben. Für den Moment ist der Job genau richtig. Das heißt aber nicht, dass ich nicht irgendwann wieder was anderes machen werde.
Du spürst, dass es auch für dich an der Zeit ist, mutig zu sein? Nicht mehr nur davon zu reden, sondern einen neuen Weg einzuschlagen?
Dann ist die Happiness Academy richtig für dich! Gewinne Klarheit, was dir wirklich wichtig ist und lerne, deine Stärken endlich zu sehen – für ein Leben, das sich voll und ganz nach DIR anfühlt.


Links und Lesetipps zum Blogartikel: „Erzähl mal: „Endlich fühle ich mich von den 1.000 To-Do‘s nicht mehr wie von einer Lawine überrollt.“
✨ Lesetipps zum tiefer Einsteigen:
- Unglücklich und unzufrieden mit deinem Leben? Daran liegt’s und das kannst du tun!
- Von Selbstzweifeln zu Selbstvertrauen: Susanne erzählt, wie sie es geschafft hat
- Erfolgsgeschichten der Happiness Academy – Zufriedene Teilnehmer:innen berichten
☀️ TIPP: Du willst die Glücksmomente des Alltags genießen, Herausforderungen selbstbewusst meistern, wertschätzender mit dir umgehen und ein Leben gestalten, das dich voll und ganz zufrieden macht? In der Happiness Academy zeige ich dir mit Hilfe der Positiven Psychologie wie das geht – weil das Leben zu kurz ist für nur »ganz okay« oder »so lala«.
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