Wann hast du dich zuletzt so richtig gefeiert? Dafür, dass du das Projekt auf der Arbeit über die Bühne gebracht hast, an dem du so lange gearbeitet hast. Weil du den Haushalt schaukelst und die Kinder versorgst. Oder dafür, dass du morgens trotz der verlockenden Wärme deines Bettes aufgestanden bist und einen anstrengenden Tag in Angriff genommen hast. Erfolge feiern ist dank unserer „Besser, schneller, weiter“ – Mentalität alles andere als selbstverständlich. Dabei könnte deine Welt so viel schöner und bunter sein, wenn du dich für all deine großartigen Leistungen anerkennen würdest. Du wärst nicht nur selbstbewusster, sondern hättest nen echten Glücksboost, weil „stolz auf sich sein“ ein ziemlich genialer Genussmoment ist.

In diesem Artikel zeige ich dir,

  • wieso dir das Erfolge feiern so schwerfällt,
  • warum du unbedingt damit anfangen solltest und
  • mit welchen Strategien es dir gelingt, regelmäßig das metaphorische (oder auch mal das wahrhaftige) Champagnerglas auf dich zu erheben und dich ausgiebig zu feiern.

Was zählt überhaupt als Erfolg – und was bedeutet es, ihn zu feiern?

Ich sage Erfolg. Du denkst an ______?

  • Den Tag, an dem du dein Studium abgeschlossen hast?
  • Die große Beförderung, auf die du jahrelang hingearbeitet hast?
  • Den Sportwettkampf, bei dem du in deiner Jugend auf dem Siegertreppchen standest?
  • Oder eine bestimmte Zahl auf der Waage, von der du schon so lange träumst?

Du hast recht. Das sind alles Erfolge. Aber eben nur ein kleiner Teil des Kuchens.

Wir neigen dazu, nur die großen Meilensteine in unserem Leben als Erfolge zu betrachten. Wenn überhaupt, feiern wir die. Nicht mehr und nicht weniger.

Das ist schade, denn die Positive Psychologie zeigt eindeutig: Wer Erfolge feiert, macht positive Erfahrungen und die sorgen für einen Glücksboost.

Mach dir also klar: Du erzielst ständig Erfolge. Erbringst fantastische Leistungen. An jedem (!) einzelnen (!) Tag. Du verdienst es, dich auch für diese alltäglichen Errungenschaften zu feiern.

  • Wenn du dich am Abend trotz Erschöpfung dazu durchringst, eine Runde laufen zu gehen.
  • Dein Kind endlich einschläft, nachdem du es eine halbe Ewigkeit in deinem Arm gewogen hast.
  • Wenn du die Bilder aufgehangen hast, die schon seit Wochen in der Ecke des Zimmers rumstehen.
  • Oder dir deine Lasagne heute so richtig gut gelungen ist.

All das sind Erfolge.

Egal, wie klein und unbedeutend sie auf den ersten Blick wirken mögen. Weil du etwas dafür getan hast, sie zu erreichen. Dich bemüht hast. Und diese Bemühungen dazu geführt haben, dass du das Ergebnis erzielt hast, auf das du hingearbeitet hast.

Das ist es, was einen Erfolg ausmacht. Nicht seine vermeintliche Größe oder Besonderheit.

Was meine ich, wenn ich sage, du sollst deine Erfolge feiern?

Erfolge feiern bedeutet, innezuhalten. In dich hineinzufühlen. All die positiven Gefühle zu fühlen, die deine vollbrachte Tat in dir auslösen.

Stolz, Freude, Erleichterung. Ehrfurcht, Dankbarkeit, Zufriedenheit. Und dir Zeit zu nehmen, dich von ihnen erfüllen zu lassen. Wie genau du das tust, bleibt dir überlassen.

Warum fällt dir das „Erfolge feiern“ so schwer?

Bevor ich dir konkrete Tipps gebe, wie du dich für deine Errungenschaften feierst, will ich dir zunächst erklären, warum du das aktuell höchstwahrscheinlich noch nicht tust.

Wenn du weißt, welche Denkmuster dir das Gefühl geben, deine Erfolge seien nichts Besonderes und nicht wert, zelebriert zu werden, kannst du dich aktiv gegen sie wehren. Dich dabei ertappen und daran arbeiten, sie langfristig zu durchbrechen.

Hier sind drei der größten Hürden, die dich vom Erfolge feiern abhalten:

1. Du denkst, du wärst nicht für deine Erfolge verantwortlich

In der Psychologie gibt es im Zusammenhang mit Erfolg und Misserfolg eine sehr wichtige und nützliche Theorie – die Attributionstheorie.

Sie erklärt, welche Ursachen du für ein Ergebnis verantwortlich machst (und welche nicht).

Nimm dieses Beispiel:

Du hast auf der Arbeit ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen. Diesen Erfolg kannst du auf unterschiedliche Ursachen zurückführen (in psychologischer Fachsprache: ihn unterschiedlich attribuieren):

  1. Das Projekt lief nur so gut, weil ich mich so stark angestrengt
  2. Dank meiner super Fähigkeiten und Skills habe ich das Projekt so gut abgeschlossen.
  3. Dass ich das Projekt erfolgreich abgeschlossen habe, ist kein Wunder. Die Kollegen waren super, als Teamhaben wir gut funktioniert und und im Unternehmen waren ohnehin alle begeistert davon.
  4. Das war pures Glück, dass es so gut ausgegangen ist. Es hätte genauso gut in die Hose gehen können.

Macht einen Unterschied, oder?

Die ersten beiden Arten beziehen sich auf deinen Beitrag am Erfolg. Wir nennen sie internale Attributionsmuster. Das bedeutet, du bringst deinen Erfolg mit dir selbst in Verbindung – mit deinen Fähigkeiten, deiner Motivation oder deiner Anstrengung. Das ist die Sichtweise, die es dir leichter macht, deine Erfolge zu feiern – schließlich hast du entscheidend dazu beigetragen.

Leider neigen insbesondre Frauen dazu, eine der letzten beiden Erklärungen zu nutzen. Sie sind überkritisch und gehen davon aus, dass der Erfolg nur durch äußere Faktoren zustande kam oder es eben ein glücklicher Zufall war (während Misserfolge natürlich immer (!) unsere Schuld sind). Ganz schön unfair, oder?

Du kannst nur stolz auf dich sein und deine Leistungen bewusst wahrnehmen, wenn du sie auch wirklich DIR zuschreibst.

Läuft in Zukunft etwas so richtig gut, achte darauf, wie du dir den Erfolg erklärst – und wie realistisch deine Zuschreibungen wirklich sind.

Machst du das nicht, lässt du dir von deinem inneren Kritiker die Butter vom Brot nehmen – und landest unweigerlich bei den beiden ungünstigen Attributionsmustern.

2. Dein innerer Kritiker gönnt dir keinen Erfolg

Wir alle haben in unserem Kopf einen Untermieter, dessen Stimme bei manchen lauter ist als bei anderen – aber definitiv bei allen nervt.

Er redet dir Dinge ein wie: „Du bist nicht gut genug“ oder „Du kannst das nicht“.

Wenn du in einer Sache erfolgreich bist, sagt er dir sowas wie:

  • „Pah, spiel dich nicht so auf. So toll ist das jetzt wirklich nicht.“
  • „Ja okay, das war nicht schlecht. Aber du hättest es noch viel besser machen können.“
  • „Diesmal hast du Glück gehabt, aber wart nur ab, beim nächsten Mal geht’s garantiert schief.“
Es ist leicht, diesen inneren Kritiker zu verteufeln. Aber nicht gerade hilfreich.

Denn er ist ein Teil von dir und so leid es mir tut, ganz los wirst du ihn vermutlich nie.

Eigentlich meint er es sogar gut mit dir. Ich weiß, bizarre Vorstellung.

  • Aber sein größtes Ziel ist es, dich zu beschützen.
  • Davor, dass du verletzt wirst, wenn dir mal etwas nicht so gelingt, wie du es dir vorgenommen hast.
  • Seine Devise: Wenn wir die Latte so niedrig wie möglich legen, kannst du nicht enttäuscht werden.

Leider hat das zur Folge, dass er dir den Mut nimmt und dich mit gemeinen Worten herunterputzt. Er bringt dich dazu, an deinen Stärken und Fähigkeiten zu zweifeln – und deine Erfolge abzuwerten. Selbst, wenn du allen Grund hättest, sie zu feiern.

Überleg dir doch mal, wie großartig du sein musst, dass du tatsächlich Dinge schaffst, OBWOHL in deinem Kopf eine nervtötende Stimme wohnt, die dir ständig einredet, du könntest das nicht?!

Das Gute: Du kannst deinen inneren Kritiker in den Griff kriegen, wenn du verstehst, woher er seine Macht bezieht. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber.

3. Du vergleichst Äpfel mit Birnen

Der Preis für die unfairste Selbstabwertung geht an… unserer Vergleiche mit anderen!

Jedenfalls in den meisten Fällen. Weil wir bei diesen Vergleichen in der Regel nicht nach fairen Regeln spielen. Wir vergleichen unsere Schwächen und Misserfolge mit den Stärken, Errungenschaften und – seien wir ehrlich – der Illusion des ach so perfekten Lebens der anderen.

Das ist, als würdest du gegen eine andere Person im Baumfällen antreten. Mit dem Unterschied, dass sie eine Axt zur Verfügung hat und du eine Nagelfeile.

Ein Beispiel:
  • Du bist alleinerziehend mit zwei Kindern und arbeitest parallel in Vollzeit, um euch über Wasser zu halten.
  • Und du reißt dir jeden einzelnen Tag den Ar*** auf, um Job und Familie unter einen Hut zu bringen.
  • Dann ist da diese Kollegin. Ungebunden, kinderlos. Zugegeben, sie ist richtig gut in ihrem Job. Konzentriert sich voll und ganz auf die Karriere.
  • Sie bekommt eine Beförderung und du nicht.

Bitte sag mir: Ist es von irgendeinem Standpunkt aus fair, ihren beruflichen Erfolg mit deinem zu vergleichen? Dich dafür fertigzumachen, dass sie erfolgreicher in ihrem Job ist als du?

Nein. Eine Million Mal nein.

Super für sie, dass sie ihre Karriere priorisiert. Und umso schöner, dass sie dafür mit beruflichem Erfolg belohnt wird. Das hat sie sicher verdient. (No bitch fights, bitte!)

Aber ihre Lebensumstände sind nicht mit deinen vergleichbar. Dich mit ihr zu vergleichen, ist schlichtweg unfair.

In dem Moment, indem du dich von ungerechten Vergleichen mit anderen löst, werden deine eigenen Erfolge viel klarer.

Du ziehst allein zwei Kinder groß und arbeitest „NEBENBEI“ in VOLLZEIT? Wenn das mal nicht ein Mega-Erfolg ist, weiß ich auch nicht.

Warum regelmäßiges Erfolge feiern unbedingt auf deiner To-do-Liste stehen sollte 

Dass du jetzt die wichtigsten Hürden in deinem Kopf kennst, die es dir schwer machen, stolz auf dich zu sein, bedeutet vor allem eins: Du kannst daran arbeiten, sie abzubauen.

Vielleicht fragst du dich gerade aber noch, warum du dir überhaupt die Mühe machen solltest. Lohnt sich das mit dem Erfolge feiern überhaupt?

Lass mich dir drei unschlagbare Argumente nennen, warum die Antwort auf diese Frage nur ein riesiges JA sein kann.

1. Es ist ein legales Doping für dein Glückslevel

Ich habe es weiter oben schon angedeutet, aber an dieser Stelle nochmal ganz klar und deutlich, damit es auch wirklich hängen bleibt:

Deine Erfolge zu feiern löst eine ganze Armada an positiven Gefühlen in dir aus. Unter anderem Stolz, Freude und Dankbarkeit, die zu den wichtigsten glückssteigernden Emotionen gehören (mehr dazu erfährst du hier).

Wir wissen aus jahrelanger psychologischer Forschung, dass positive Gefühle zu den grundlegendsten Faktoren gehören, um unser Glückslevel zu steigern und negative Emotionen zu überwinden. Undoing-Effekt nennen wir das im Fachjargon.

  • Dabei zählt nicht die Intensität der Gefühle, sondern die Häufigkeit.
  • Es lohnt sich also hundertmal mehr, dich regelmäßig über kleine Erfolge zu freuen, als hartnäckig und ohne Pause zum Durchatmen an deinen großen Zielen zu arbeiten, um dann die geballte Ladung Megastolz zu fühlen.
  • (Wobei die natürlich auch echt super ist, aber die wirst du auch dann spüren, wenn du zwischendurch schon ausgiebig gefeiert hast, versprochen).

Im PERMA-Modell des Glücks aus der Positiven Psychologie gibt es noch eine weitere Glückssäule, die durch das Erfolge feiern abgedeckt wird: Sie nennt sich Achievement.

Für dein Glücksempfinden ist es nämlich essenziell, dir Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Bei Letzterem kommt automatisch das Feiern und sich über erreichte Ziele freuen ins Spiel. Denn was nützt es dir, irgendetwas zu erreichen, wenn du es vom Tisch kehrst, ohne deiner Leistung Beachtung zu schenken und dich dafür anzuerkennen?

Richtig: Überhaupt nichts.

2. Du bekommst das Gefühl, alles schaffen zu können

Eine der wichtigsten psychischen Superkräfte, die uns in unserem Leben zur Verfügung stehen, ist Selbstwirksamkeit.

Sperriges Wort, ich weiß. Aber wenn du es auseinandernimmst, ist es ganz logisch:

  • Selbst-Wirksamkeit meint den Glauben daran, selbst wirksam zu sein.
  • Mit anderen Worten: Du bist davon überzeugt, dass du mit deinen Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen in der Lage bist, (auch schwierige) Herausforderungen und Aufgaben aus eigener Kraft zu meistern.

Dieses Vertrauen, dieser Glaube in dich und deine „Wirksamkeit“ ist unfassbar wichtig, um dich weiterzuentwickeln und dich selbst zu verwirklichen. Denn nur so bist du mutig und wagst den Sprung aus deiner Komfortzone. Nur so gehst du Herausforderungen an.

Und wahrscheinlich kannst du es dir schon denken: Indem du deine Erfolge feierst und stolz auf dich bist, trainierst du genau diese Selbstwirksamkeit. Weil du dir damit bewusst machst, was du alles leistest – und so das Gefühl bekommst, auch zukünftigen Anforderungen gewachsen zu sein.

Vielleicht erinnerst du dich noch an das erste Referat, das du in der Schule halten musstest?

Wenn du nicht gerade ein superextrovertierter Mensch bist, dem das Reden vor Menschengruppen von Natur aus nichts ausmacht, war das vermutlich eine Überwindung für dich. Beim nächsten Mal war es schon nicht mehr so schwierig, weil du wusstest, dass du es schon mal geschafft hast – was bedeutet, dass du es wieder schaffen kannst.

Genau das ist das Prinzip. Es setzt aber voraus, dass du dir deine Erfolgserlebnisse (und deinen Beitrag daran) bewusst machst. Kurz: Dass du deine Erfolge feierst.

3. Du wirst erfolgreicher

Ja, richtig gelesen.

Erfolge feiern steigert deinen Erfolg. Und zwar in so ziemlich jeder Hinsicht.

Zum einen durch die beiden wunderbaren Mechanismen, die du gerade bereits kennen gelernt hast.

  • Positive Gefühle machen dich nicht nur glücklich, sondern sind auch Kraftspender und machen dich leistungsfähiger und produktiver.
  • Selbstwirksamkeit sorgt dafür, dass du dir mehr zutraust, dir höhere Ziele setzt und motivierter danach strebst, sie zu erreichen.

Zum anderen, weil Erfolge so viel wertvoller für dich werden, sobald du beginnst, sie zu feiern. Du wirst nicht mehr nur starr deine Aufgaben abarbeiten, sondern mit Ehrgeiz und Motivation an sie herangehen – weil du weißt, wie gut es sich anfühlt, wenn du sie geschafft hast.

All diese positiven Nebenwirkungen des Stolzseins und Erfolgefeierns werden langfristig dafür sorgen, dass du mehr erreichst, also erfolgreicher wirst. Was wiederum dazu führt, dass du noch mehr Grund zum Feiern hast. Eine positive Aufwärtsspirale, wie sie im Buche steht.

Das 1×1 zum Erfolge feiern: So gelingt es dir, stolz auf dich und deine Leistungen zu sein

Damit du nicht nur in der Theorie weißt, was es mit dem Erfolge feiern auf sich hat, sondern sofort in die Umsetzung kommst, habe ich meine besten Tipps für dich zusammengestellt, wie du im Alltag regelmäßig dir zu Ehren die Konfettikanone knallst. (Diesmal besser nur metaphorisch, der Umwelt zuliebe).

1. Führe ein Erfolgstagebuch

Sicher hast du schon von einem Dankbarkeitstagebuch gehört. Ich habe es das ein oder andere Mal hier auf dem Blog oder auf Social Media erwähnt.

Das gleiche Prinzip lässt sich für das Erfolge feiern anwenden:

Nimm dir ein Notizbuch und beantworte jede Woche folgende Fragen:
  1. Auf welche 5 Erfolge bin ich diese Woche besonders stolz (egal, wie klein sie im ersten Moment erscheinen)?
  2. Was habe ich persönlich dazu beigetragen, diese Erfolge zu erreichen. Welche Stärken habe ich genutzt?
  3. Welche besonderen Herausforderungen habe ich gemeistert und wie ist mir das gelungen?

Indem du diese Fragen beantwortest, trainierst du dein Gehirn, sich auf deine Erfolge und das Positive zu fokussieren, statt nur Misserfolge und negative Erfahrungen hervorzuheben (was leider oft unserer Default-Einstellung entspricht).

Auf diese Weise wirst du nicht nur zufriedener mit dir und deinen Leistungen, sondern wirst mit der Zeit auch immer mehr Erfolge in deinem Alltag erkennen. Denn häufig liegt es nicht daran, dass wir nicht stolz auf uns sein wollen, sondern daran, dass wir schlicht nicht sehen, worauf wir stolz sein können.

Deshalb kann es sein, dass dir der Eintrag in dein Erfolgstagebuch die ersten Male noch etwas schwerfällt. Vielleicht fallen dir gar nicht so viele Dinge ein, auf die du stolz bist.

Glaub mir: Das liegt auf keinen Fall daran, dass du nichts geleistet hast. Es liegt vielmehr daran, dass dir der Blick für diese Erfolge verloren gegangen ist.

Umso wichtiger, dass du dir die Zeit nimmst, um deinen Blick bewusst auf deine Erfolgserlebnisse zu richten und sie aufzuschreiben. Selbst, wenn es dir bei vermeintlichen „Kleinigkeiten“ zunächst lächerlich erscheint.

Du wirst sehen, mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen, deine Erfolge zu sehen und zu benennen. Und vor allem: Stolz auf dich zu sein.

2. Tu dir etwas Gutes

So gut deine Absichten auch sein mögen. Im Alltagsstress gehen Erfolgserlebnisse schneller unter als du gucken kannst. Zumindest, wenn du dir nicht bewusst Zeit einräumst, um sie zu feiern.

Das kann zum Beispiel so aussehen:

Du weißt, dass du heute eine Fortbildung hast, die bis 16 Uhr geht und deine volle Konzentration erfordert. Überlege dir bereits am Morgen, wie du dich im Anschluss dafür belohnen wirst, den anstrengenden Tag erfolgreich bewältigt zu haben. Du könntest…

  • Dein Lieblingsessen kochen
  • Dir ein Bad einlassen und dabei einen Podcast hören
  • Eine Runde lesen und dir dein Lieblingsbuch schnappen
  • Dich zu einem entspannten Abendspaziergang mit einem Freund oder einer Freundin verabreden.

Es müssen keine großen Belohnungen sein. Was zählt, ist die Wertschätzung, die du dir damit selbst entgegenbringst. Die du ganz bewusst mit dem Erfolgserlebnis verbindest.

3. Teile deine Erfolge

Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment, in dem du einem geliebten Menschen von einem deiner Erfolge erzählt hast und er oder sie sich so richtig aufrichtig mit dir gefreut hat? Wenn ja, weißt du, wie unfassbar gut sich das anfühlt.

Aber nicht nur das: Indem du anderen davon erzählst, verfestigt sich der Erfolg in deinem Gedächtnis. Er wird realer. Weil du ihn mit deinen eigenen Worten formulierst.

Wichtig ist, dass du die richtigen Menschen an deinem Erfolg teilhaben lässt.

  • Es müssen Menschen sein, die dir wohlgesonnen gegenüberstehen und die sich ehrlich für dich freuen und dir dein Erfolgserlebnis gönnen.
  • Wenn die Freude bei deinem Gegenüber ausbleibt, er oder sie den Erfolg vielleicht sogar herunterspielt, kann das den gegenteiligen Effekt haben und dich ins Zweifeln bringen, ob deine eigene Freude wirklich gerechtfertigt ist.

4. Vergleiche dich mit dir selbst und nicht mit anderen

Du hast schon gelernt, dass Vergleiche mit anderen oft unfair sind.

Das heißt aber nicht, dass du gar nicht vergleichen darfst.

Eine super effektive Strategie zum Erfolge feiern ist es nämlich, dich mit dir selbst zu vergleichen. Genauer gesagt mit einer früheren Version von dir.

Manchmal wird uns erst bewusst, was wir alles geschafft haben, wenn wir einen Blick in unsere Vergangenheit werfen. Zum Beispiel:

  • Wenn du dich daran erinnerst, dass die Aufgaben auf der Arbeit, die du heute selbstverständlich mit einem Fingerschnipsen erledigst, früher eine echte Herausforderung waren.
  • Dass du vor ein paar Monaten, als du den Motorsägen-Kurs besucht hast, noch nicht mal wusstest, wie man sie anschaltet und heute in deinem Kamin Holz verbrennst, dass du selbst beschafft hast.
  • Oder dass du, wenn du gerade an deinem Ziel arbeitest, fitter zu werden, daran denkst, wie du vor ein paar Wochen keine 2 Minuten am Stück joggen konntest und daraus heute eine halbe Stunde geworden ist.

Der Unterschied zu Vergleichen mit anderen: Du kannst gewinnen. Du wirst wahrscheinlich sogar gewinnen. Weil du permanent wächst und dich weiterentwickelst.

Dir das bewusst zu machen, kann Wunder wirken.

5. Verabschiede dich von unrealistischen Zielen

Nichts ist frustrierender als einem Ziel hinterherzulaufen, das unerreichbar ist.

Ziele können motivieren und deinen Erfolg steigern. Oder sie stehen dem im Weg, wenn sie nicht erreichbar sind.

Hast du zum Beispiel in einem Buch gelesen, dass alle erfolgreichen Menschen um 05:00 Uhr aufstehen und willst dir das zur Gewohnheit machen, prüfe erstmal, ob deine Lebensumstände das zulassen:

  • Vielleicht hast du ein kleines Kind zu Hause, das dich keine Nacht durchschlafen lässt und wenn du um 5 Uhr aufstehst, fehlen dir 2-3 Stunden Schlaf.
  • Möglicherweise ist dein natürlicher Schlafrhythmus noch nicht darauf ausgelegt, so früh aufzustehen.

Nur, wenn du dir realistische Ziele setzt, die du tatsächlich erreichen kannst, hast du die Chance, dich zu feiern und stolz auf dich zu sein, wenn es dir gelungen ist.

6. Mach eine Pause von Social Media

Was tust du, wenn der Wecker klingelt?

Viele greifen erst mal zum Handy. Ein paar Minuten scrollen auf Instagram, was soll schon dabei sein?

Naja. Ein guter Start in den Tag ist das nicht gerade.

Denn auf Social Media werden wir noch viel mehr als im echten Leben dazu verleitet, uns mit einer Illusion von perfekten Menschen zu vergleichen, die scheinbar alles im Griff haben und das ultimative Traumleben führen.

Ich will Social Media damit nicht verteufeln. Natürlich haben Instagram & Co. auch viele gute Seiten. Du kannst dich inspirieren und motivieren lassen und jede Menge dazulernen.

Trotzdem tut es echt gut, das Handy ganz bewusst mal zur Seite zu legen und einen Digital Detox zu machen. Wie genau dir das gelingt, lernst du in diesem Artikel. Deinen Morgen solltest du nicht mit passivem Konsum beginnen. Gestalte dir eine Morgenroutine und sei so aktive Gestalterin deines Tages. Schwupps, schon ein Grund mehr, dich zu feiern.

7. Erinnere dich daran, dass du stolz sein darfst

Niemand wird dich daran erinnern, dass du deine Erfolge feiern darfst.

Damit sie im Alltag nicht untergehen, sorge selbst dafür, dass du regelmäßig daran denkst:

  • Schreib dir in schöner Schrift eine Erinnerung auf Papier und verziere es nach deinem Geschmack. Häng es irgendwo auf, wo du es oft siehst oder stell es dir auf den Schreibtisch.
  • Kleb dir kleine Post-its an den Spiegel oder an andere Plätze in deiner Wohnung, die du häufig anguckst.
  • Stell dir eine Erinnerung auf deinem Handy ein, so dass in deinem Display regelmäßig ein „Worauf bin ich stolz?“ aufleuchtet. Immer wenn du die Benachrichtigung bekommst, halte einen Moment inne und stell dir genau diese Frage.
  • Besorge dir einen Anker, der dich daran erinnert, stolz auf dich zu sein und dich zu feiern. Das kann zum Beispiel ein Armband, ein Schlüsselanhänger oder etwas ganz anderes sein. Immer, wenn du deinen Anker anguckst, nimm dir einen Moment und frage dich, worauf du gerade stolz bist.
  • Suche nach einem Wallpaper (oder erstelle selbst eines) mit einem schönen Spruch oder Zitat, das dich daran erinnert, dich für deine Leistungen anzuerkennen.

Das waren nur ein paar Beispiele für Möglichkeiten, wie du dich im Alltag ans Erfolge feiern erinnerst. Du kannst die Liste nach Belieben verlängern oder ergänzen.

Worauf bist du heute stolz?

Bevor ich dich entlasse, möchte ich, dass du dir einen Moment Zeit nimmst, um dir diese Frage zu beantworten. Wenn du magst, schreibe deine Antwort sehr gern in die Kommentare.

Denk daran: Es gibt nichts, was zu klein oder zu unbedeutend ist! Alles, was du heute geschafft oder erreicht hast, ist ein Erfolg.

Nicht die Größe des Erfolgs ist entscheidend, sondern das Gefühl, das er uns schenkt.

Links und Lesetipps zum Blogartikel: „Erfolge feiern: So pushst du dein Selbstvertrauen und bist endlich stolz auf dich

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  1. Wie lerne ich, mein Leben zu genießen? So kostest du dein Leben voll aus
  2. 10 positive Gefühle, die dein Wohlbefinden und deine Lebensfreude steigern
  3. Wo liegen deine Stärken? 5 Methoden, mit denen du die in dir schlummernden Ressourcen und Fähigkeiten eindeutig entdeckst

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Ulrike