Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei – und gerade, weil die letzten 6 Monate für viele von uns alles andere als leicht waren, lohnt es sich, einen Blick zurück zu wagen. Nicht, um all das Negative nochmal durchzukauen. Sondern um den Fokus auf die positiven Seiten zu lenken. Um aus deinen Erfahrungen Kraft zu schöpfen – und voller Zuversicht ins zweite Halbjahr zu starten. In diesem Artikel zeige ich dir 4 kreative Reflexionsmethoden, mit denen dir genau das gelingt.   

Reflexionsmethoden

Halbjahresreflexion – warum eigentlich?  

Gerade in den letzten Jahren ist das Wort „Reflexion“ zunehmend in aller Munde. Die einen tun es regelmäßig und füllen damit dutzende Seiten ihres Bullet Journals, die anderen nur zu besonderen Anlässen (aka Silvester/Neujahr). Und dann gibt es da noch diejenigen, die bei dem ganzen „Esozeugs“ nur skeptisch die Augen verdrehen – und sich fragen, was das Ganze eigentlich soll.  

Zu welcher Gruppe auch immer du gehörst, lass mich dir versprechen: Die vier Reflexionsmethoden aus diesem Artikel auszuprobieren, lohnt sich garantiert!  

Warum? Hier sind 5 gute Gründe:  

1. Du setzt den richtigen Fokus  

So ein Rückblick kann ganz schön frustrierend ausfallen, vor allem in einem Jahr, das vordergründig von Ängsten und Sorgen geprägt ist.  

Muss er aber nicht – und genau das ist der Punkt!  

Indem du dir Zeit nimmst, die vergangenen sechs Monate bewusst und mit einem positiven Fokus zu reflektieren, löst du dich von der „Alles ist schlecht“-Brille, die viele von uns nicht erst seit diesem Jahr tragen.  

  • War wirklich jeder Tag ein Desaster?  
  • Oder gab es nicht auch Momente, in denen du Freudentänze aufgeführt hast und aus dem Lachen gar nicht mehr herausgekommen bist?  

Du entscheidest, worauf du deinen Fokus legst. Aber natürlich habe ich die Reflexionsmethoden so ausgewählt, dass sie deinen Fokus in eine positive Richtung lenken. Und dir helfen, deinen Blick auf die schönen, freudigen und lehrreichen Momente der ersten Jahreshälfte zu legen.  

Auf Momente, in denen du ein ganz unerwartetes Kompliment bekommen hast. In denen du voll und ganz im Hier und Jetzt warst. Oder in denen du über dich hinausgewachsen bist.  

Du wirst sehen – mit diesem Fokus wirst du Kraft aus deinem Halbjahresrückblick schöpfen. Die positiven Gefühle, die du beim Erinnern und Reflektieren wiederbelebst, werden deine Resilienz stärken. Und dich widerstandsfähiger machen für all das, was die zweite Jahreshälfte für dich bereithält.  

2. Du löst dich von negativen Bewertungen 

Das passende Mindset spielt beim Rückblick die Hauptrolle. Es ist entscheidend, wie du das Erlebte der vergangenen sechs Monate bewertest. Und leider fällt unsere Bewertung im ersten Moment häufig erstmal negativ aus. 

Das ist ganz normal – wir sind evolutionär darauf programmiert, uns auf Negatives zu fokussieren. Was in der Steinzeit auch Sinn gemacht hat, als überall Gefahren lauerten. Nur leider ist uns diese Programmierung – dieser „Negativity Bias“, wie wir Psycholog:innen ihn nennen – bis heute erhalten geblieben. Heißt im Klartext: 

  • Dein Gehirn hat eine Vorliebe für schlechte Nachrichten, sie sind ein gefundenes Fressen und werden deutlich besser abgespeichert.  
  • Deswegen kannst du dich dummerweise an Unangenehmes, Missglücktes und Negatives schneller und besser erinnern als an Neutrales und Positives.  

Dieser Verzerrung kannst du aber eben auch ganz bewusst entgegensteuern – indem du dir die richtigen Fragen stellst und dich mit Hilfe der Reflexionsmethoden aus diesem Artikel auf die Suche nach dem Positiven begibst.  

Sicher gab es Krisen, Ärger und Streit. Vielleicht auch Verluste oder Misserfolge. Dich einen Moment darüber zu ärgern, ist völlig in Ordnung. Nur solltest du in diesem Gefühl nicht hängen bleiben. Sondern dich fragen, was du aus diesen Erfahrungen gelernt und wie du an deinen Problemen gewachsen bist. So kann ein ganz neuer Blick auf dich und deine gesammelten Erlebnisse entstehen, der dich zuversichtlicher und mutiger macht.  

3. Du konzentrierst dich auf dein Wachstum  

Wir entwickeln uns permanent weiter, lernen ständig dazu, wachsen an unseren Erfahrungen. Oft ist uns das aber gar nicht bewusst.  

Die Entwicklung passiert in kleinen Schritten, fühlt sich unauffällig und ganz selbstverständlich an. Am Ende des Prozesses steht ein völlig neues Verhalten oder eine neue Einstellung. Wir haben uns aber so langsam daran angenähert, dass es uns häufig gar nicht so neu und anders vorkommt.  

Eine Reflexion schafft Abhilfe: Indem du bewusst auf deine Erfahrungen (und auch auf dich im Kontext dieser Erfahrungen) zurückschaust, wird dir bewusst, wie sehr du dich weiterentwickelt hast. Dinge, die du teils völlig unbewusst gelernt, an und mit denen du gewachsen bist, werden plötzlich sichtbar. Dich zu reflektieren, ist also nicht nur heute, sondern immer wieder aufs Neue sinnvoll.  

4. Du schöpfst dein Potential voll aus 

Immer wieder begegnen mir Menschen, die ihr Potential nicht richtig ausnutzen können, weil sie ein falsches Bild von sich haben. Im Laufe ihres Lebens haben sich Ideen und Zuschreibungen verfestigt und bleiben im Kopf kleben wie Kaugummi. Das können Dinge sein wie:  

  • „Ich bin nicht kompetent in meinem neuen Job.“  
  • „Ich bin unsicher, wenn ich auf neue Leute treffe.“   
  • „Ich kann nicht gut mit Konflikten umgehen.“ 

Diese Vorstellungen sind aber oft veraltet. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat beispielsweise eine Person, die den ersten Gedanken hat, in ihrem neuen Job innerhalb kürzester Zeit sehr viel Neues gelernt und zusätzliche Fertigkeiten erworben. Im alltäglichen Arbeitsstress gehen diese Lernerfolge nur leider schnell unter. Ihre alte Idee und die Unsicherheit bleibt, obwohl sie mittlerweile das nötige Wissen und alle Fähigkeiten besitzt, um kompetent und selbstbewusst arbeiten zu können.  

Der Halbjahresrückblick bietet einen hervorragenden Rahmen, um mit Hilfe der vier Reflexionsmethoden gezielt auf Veränderungen und Fortschritte zu schauen. 

  • Was hat sich im Laufe des bisherigen Jahres getan?  
  • An welchen Stellen hast du dazugelernt? 
  • Welche alten Zweifel oder Probleme hast du aus dem Weg geräumt? 

5. Du gehst gestärkt aus den vergangenen Monaten hervor  

Du lernst in diesem Artikel 4 Reflexionsmethoden kennen, um deine Erlebnisse der ersten Jahreshälfte positiv zu beschließen.  

Ganz unabhängig davon, ob es für dich eine leichte oder schwere Zeit war. Indem du dir all die schönen Momente vor Augen führst und dich an deine Erfolge erinnerst, sammelst du Mut und Zuversicht.  

Such dir die Methode aus, die dich am meisten anspricht oder probiere sie alle aus – wichtig ist vor allem, dass du dir einen Moment Zeit für dich und deine Erfahrungen nimmst. 

4 kreative Reflexionsmethoden für deinen positiven Halbjahresrückblick  

Vorab noch ein kleines Extra: 4 Tipps, die das Reflektieren leichter machen 

Erinnerungshilfen 

Sechs Monate sind lang und niemand hat die letzten 182 Tage ganz genau im Kopf. Deshalb kannst du für deine Reflexion ein paar Hilfsmittel nutzen. Ein Tagebuch oder Journal wäre natürlich optimal, aber auch Einträge im Terminkalender können deinen Erinnerungen auf die Sprünge helfen. Oder durchsuche die Fotogalerie deines Handys nach besonderen Momenten, die du festgehalten hast. 

Schnell und knackig 

Schreibe nur kurze Stichpunkte und genau das, was dir zuerst durch den Kopf schießt. Du musst dich nicht an alle passenden Situationen erinnern. Wähle einfach die, die dir gerade präsent ist. Und: Es reichen kleine Dinge. Setze dich nicht unter Druck und versuche, nicht zu kritisch zu denken.  

Mut zur Lücke 

Ist es ein Problem, wenn auch mal Felder frei bleiben? Absolut nicht! Vielleicht findest du morgen eine passende Antwort, vielleicht aber auch gar nicht. Das ist völlig okay, denn wir entwickeln uns alle unterschiedlich und in ganz verschiedenen Bereichen.  

Sieh dich selbst durch andere Augen 

Über sich selbst und seine eigene Entwicklung nachzudenken ist gar nicht so leicht. Manchmal kann es deshalb hilfreich sein, die Perspektive zu wechseln. Was würde ein guter Freund oder eine gute Freundin über dich sagen? Versuche, dich selbst aus den Augen dieser Person zu sehen. Falls dir auch das schwer fällt, sprich mit Freund:innen, Familienmitgliedern oder deinem:deiner Partner:in über die Fragen. Vielleicht entsteht daraus ja auch ein tolles Gespräch über gemeinsame Glücksmomente. 

Reflexionsmethode #1: Baum der Entwicklung 

Diese Methode hilft dir, mit Kraft und Zuversicht ins zweite Halbjahr zu starten. Du verbindest dich mit deinen Werten und Dingen, für die du dankbar bist.  

Die letzten Monate (und Jahre) haben uns vor allem gezeigt, was wirklich im Leben zählt. All die Krisen und Herausforderungen haben dazu geführt, dass wir vieles nicht mehr als selbstverständlich wahrnehmen.  

Nutze diese Chance, um zu überlegen, was dir wirklich wichtig und wertvoll ist. Du wirst merken, wie diese Gedanken dein Herz direkt leichter werden lassen. 

Um gestärkt aus den vergangenen Monaten hervorzugehen, kannst du die Ziele betrachten, die du erreicht hast. Auch die Hürden, die du dabei überwunden hast – mal mehr, mal weniger leichtfüßig. Deinen Weg konntest du nur gehen, weil du deine Stärken genutzt hast. Vielleicht war es dir gar nicht bewusst, aber in dir schlummern unglaublich starke Fähigkeiten. Indem du zurückdenkst, kannst du sie dir deutlicher vor Augen führen, bewusster einsetzen und gezielter weiterentwickeln.  

Wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren, werden wir selbstbewusster und mutiger. Das sorgt für einen optimistischen Blick in die Zukunft

Wie geht’s? 
  1. Zeichne einen Baum, der tief in die Erde verwurzelt ist. Aus dem kräftigen Stamm entwachsen viele kleine Äste in den Himmel. Zeichne den Baum so simpel oder detailreich wie du möchtest.  
  1. Trage entlang der Wurzeln Stichpunkte zu folgenden Fragen ein: 

    • Welche Werte waren dir in den letzten sechs Monaten besonders wichtig, haben dir Halt und Sicherheit gegeben?  
    • Welche Dinge waren eine wichtige Basis für dich?  
    • Was hast du zuvor als selbstverständlich angesehen, ohne zu bemerken, wie wertvoll es für dich ist?  
  1. Schreibe Situationen in die Äste, die du als Herausforderung wahrgenommen und gemeistert hast. Notiere außerdem, welche Stärken du dafür genutzt und welche Erkenntnisse du dabei gewonnen hast. Ist dir eine neue Stärke an dir aufgefallen? Oder konntest du deine Stärken ausbauen und gezielter einsetzen? 
  1. Betrachte deinen Baum und überlege, in welchem Bereich du dich in der zweiten Jahreshälfte noch entwickeln möchtest.  

    • Bist du bereits fest verwurzelt und hast eine sichere Basis aus Werten und anderen Dinge, für die du dankbar bist? Oder möchtest du dieses Fundament weiter festigen?  
    • Ist die Krone deines Baumes bereits voll und üppig? Oder möchtest du an deinen Stärken arbeiten, um noch besser mit Herausforderungen umzugehen? 
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Reflexionsmethode #2: Rückblick mit kleinen Helfern aus der Natur 

Die Natur ist ein wertvoller Rückzugsort für uns. Dort können wir Abstand vom stressigen Alltag gewinnen, die Gedanken ziehen lassen und endlich mal abschalten. Da wir mit weniger Reizen konfrontiert werden, bekommt unser Gehirn eine wohlverdiente Pause. 

Um frischen Wind in trübe Gedanken zu bringen, reicht manchmal schon einfacher Spaziergang im Grünen. Die frische Luft pustet Sorgen und Probleme regelrecht aus dem Kopf und schafft Platz für Klarheit und neue Ideen. Außerdem kannst du dich in Achtsamkeit üben, indem du genau auf deine Umgebung achtest. Wenn du dich bewusst umschaust, entdeckst du auch auf bekannten Wegen neue Details, die dir bisher verborgen geblieben sind.  

Diese Methode beginnt mit einem achtsamen Ausflug in die Natur. Anschließend kannst du deine unterwegs gesammelten Schätze für deine Halbjahresreflexion nutzen. 

Wie geht’s? 
  1. Mache einen Spaziergang und beobachte aufmerksam, was dich umgibt. Dieser kleine Ausflug bereitet dich bereits super auf die Übung im Anschluss vor.  
  1. Betrachte deine Umgebung und suche entlang deines Weges nach bestimmten Gegenständen. Einer sollte hart sein und einer weich, einer schwer und einer leicht, einer glatt und einer rau, einer schön und einer außergewöhnlich.  
  1. Nach deinem Ausflug breitest du die Objekte vor dir aus und betrachtest sie nacheinander. Nimm sie dabei in die Hand und befühle die Oberfläche. Wie repräsentieren sie das vergangene Halbjahr? Stelle dir folgende Fragen:

    • Hart: In welcher Situation war ich besonders hartnäckig und habe am Ende mein Ziel erreicht? 
    • Weich: In welchem Moment konnte ich einfühlsam und verständnisvoll sein? 
    • Schwer: Wann sind meine Stärken besonders ins Gewicht gefallen? 
    • Leicht: In welchen Momenten habe ich eine große Leichtigkeit verspürt? 
    • Glatt: Was ist außergewöhnlich glatt gelaufen? 
    • Rau: Was hat mich in rauen, stürmischen Zeiten wieder zur Ruhe gebracht? 
    • Schön: Wann habe ich mich so richtig schön gefühlt? 
    • Außergewöhnlich: Was hat mein Jahr bisher einzigartig gemacht? 
  1. Halte deine Gedanken und Antworten gerne auf einem Zettel oder kleinen Karten fest.  
  1. Hast du beim Beantworten der Fragen schon gemerkt, welches Thema dich besonders beschäftigt? Ordne die Gegenstände anhand ihrer Priorität. Wie genau das Endergebnis aussieht, entscheidest ganz du selbst. Du kannst auch deine Kreativität spielen lassen und deine Objekte zu einem Bild anordnen.  
  1. Vielleicht findest du im Anschluss eine Überschrift für dein Bild, mit der sich auch deine erste Jahreshälfte beschreiben lässt. 
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Reflexionsmethode #3: Schillernder Halbjahresrückblick 

Wir schauen oft auf das, was nicht geklappt hat. So auch beim Blick auf die zurückliegenden Monate. Natürlich ist es wichtig, auch die negativen Seiten des Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen. Aber bei dieser Methode soll der Fokus ganz bewusst auf den Dingen liegen, die toll waren. Dinge, die gut gelaufen sind, dir ein freudiges Kribbeln im Bauch verpasst haben und an die du dich gerne zurückerinnerst. Momente, in denen du Energie getankt hast und Situationen, in denen du über dich hinausgewachsen bist.  

Um diesen Fokus zusätzlich visuell zu festigen, nutzen wir eine Libelle als Metapher für dich und dein erlebtes Halbjahr.  

  • Die Libelle verkörpert Anmut und Leichtigkeit.  
  • Sie ist schillernd, bunt und einzigartig.  
  • Die feine Aderung ihrer Flügel ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern dient außerdem der Stabilisierung.  
  • Jede Libellenart zeichnet sich durch eine ganz eigene, unverwechselbare Flügeladerung aus. 
  • Auch ihre Flugtechnik ist in der Tierwelt einzigartig, denn sie kann ihre beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen. Dadurch kann die Libelle im Flug sehr schnell die Richtung wechseln und symbolisiert damit die ständig währende Möglichkeit des Wandelns. 

Obwohl das bunt schillernde Insekt hohe Geschwindigkeiten mit bis zu 50km/h erreichen kann, bewegt sie ihre Flügel vergleichsweise langsam. Somit hat jeder kleine Flügelschlag eine immense Kraft. Diese Eigenschaft kannst du dir als Beispiel nehmen. Versuche, mit kleinen Handlungen eine große Wirkung zu erzielen.  

Wie geht’s? 
  1. Zeichne eine Libelle mittig auf ein großes Blatt. Orientiere dich gerne an meiner Vorlage. Du entscheidest wie deine Libelle aussieht, wie viele Details du einzeichnest und wie bunt dein Endergebnis wird. 
  1. Schreibe folgende Sätze auf das Blatt um die Libelle herum auf und lasse ausreichend Platz für deine Antworten. Falls dir passende Symbole zu den Sätzen einfallen, dann male sie dazu und gestalte die Seite ganz nach deinem Geschmack. 

    • Dabei bin ich aufgeblüht:  
    • Meine Einzigartigkeit wurde sichtbar bei: 
    • Ich gebe mir selbst ein Kompliment für: 
    • Diesen positiven Wandel habe ich herbeigeführt: 
    • Das hat mich gerührt: 
    • Ein besonders schillernder Moment des bisherigen Jahres: 
    • Diese Veränderung hat Licht und Glück in mein Leben gebracht: 
    • Dieses Ziel habe ich erreicht:  
  1. Erinnere dich an das vergangene halbe Jahr zurück und mache dir zu jedem Punkt Gedanken, die du rund um deine Libelle notierst. Verwahre diesen kleinen Schatz, den du dir selbst geschaffen hast. Er kann dir helfen, deinen positiven Fokus auch in schwierigen Zeiten aufrecht zu erhalten. 

Reflexionsmethode #4: „Ja“ zum Jahr sagen 

Das erste Halbjahr positiv zu beschließen kann auch bedeuten, einen Schlussstrich unter bestimmte Dinge zu ziehen. Annehmen, akzeptieren, abschließen – denn wir können nicht alles verändern.  

Anstatt hart und frustriert zu werden, kannst du die schwierigen Aspekte deines Lebens so sein lassen, wie sie sind und lernen, mit ihnen zu leben. Neben all den schönen Dingen der vergangenen sechs Monate gab es bestimmt auch einige traurige, schwierige und schmerzhafte Momente. Auch diese dürfen da sein und Raum einnehmen. Nur so ist es möglich, dass du deinen Frieden mit ihnen findest.  

In der folgenden Übung hast du die Möglichkeit, Ja zu sagen.  

  • Zu dem, was diese erste Hälfte des Jahres 2022 war und ist. Du kannst akzeptieren, dass die negativen Erfahrungen da waren und ihnen zum Abschied winken.  
  • Gleichzeitig kannst du Ja zu dir sagen. Zu dem was du warst und bist. Dabei auch deine Schwächen und Probleme sehen und lernen, sie vielleicht sogar zu begrüßen. 
Wie geht’s? 
  1. Nimm dir ein Blatt Papier und teil es in 6 Felder ein. Schreibe in jedes Feld eine der folgenden Fragen:  

    • Zu welchen Komplimenten möchte ich endlich mal Ja sagen? 
    • Zu welchen Momenten voller Stolz möchte ich Ja sagen? 
    • Zu welchen schwierigen Erfahrungen möchte ich Ja sagen? 
    • Zu welchen Veränderungen möchte ich Ja sagen? 
    • Zu welchen Schwächen möchte ich Ja sagen? 
    • Zu welchen tief schlummernden Wünschen möchte ich Ja sagen? 
  1. Überlege in Ruhe und notiere Stichpunkte zu den Fragen. Denke dabei immer an das vergangene halbe Jahr. Lass dir dabei gerne Zeit. Du kannst das Blatt mit den Fragen auch zur Seite legen und später einige Punkte ergänzen.  
  1. Auf ein zweites Blatt schreibst du mittig ein großes „Ja“. Tobe dich kreativ aus, male es dick und groß und bunt. Es soll richtig leuchten. Eine Prise Glitzer kann auch nicht schaden! 
  1. Sammle um das „Ja“ herum alle Dinge, die du zuvor notiert hast. Du kannst sie erneut aufschreiben, aber auch zeichnen oder passende Bilder aufkleben.  

Links und Lesetipps zum Blogartikel: „Reflexionsmethoden zur Jahresmitte: Mit diesen 4 kreativen Übungen gelingt dir der positive Rückblick 

📚 Lesetipps zum tiefer Einsteigen: 

  1. Zauberwort Selbstreflexion: Wieso es gerade heute so wichtig ist, sich selbst zu reflektieren und wie du das anstellst  
  2. Persönliche Werte herausfinden und nach ihnen leben: So geht’s 
  3. Positiv in die Zukunft blicken – wie es dir gelingt, mit mehr Zuversicht und Hoffnung durch dein Leben zu gehen 

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Ulrike