Hast du dir schon mal die Frage gestellt, wieso ein Tag eigentlich nur 24 Stunden hat und warum die Woche nicht noch zwei Tage mehr haben kann? Wenn das so ist, dann würde ich mal darauf tippen, dass du Probleme damit hast, alles unter einen Hut zu bekommen.

Wenn der Tag nicht genügend Stunden hat …

Ehrlich, ich kann dich verstehen. Wenn man es einmal rein mathematisch betrachtet, gehen allein 8 Stunden für den Job drauf und 1 bis 2 weitere Stunden, um dort überhaupt aufzukreuzen. Weiter geht die Rechnung mit der Zeit, die fürs Essen und vielleicht auch Kochen nötig ist, sagen wir mal nochmal 2 Stunden. Damit du genügend Energie für den Tag hast, muss auch noch ein bisschen Zeit zum Schlafen her, im Idealfall sind das dann auch nochmal 8 Stunden. Fürs Waschen, Duschen und Stylen geht täglich auch noch etwas Zeit drauf, ich tippe mal auf ca. 1 Stunde insgesamt. Bleibt am Ende summa summarum ein offenes Zeitfenster von 3 bis 4 Stunden am Tag, welches dann irgendwie für alles andere reichen muss.

Einen Berg an anderweitiger Arbeit, Terminen, Verpflichtungen und Wünschen irgendwie in dieses knappe Zeitfenster einbauen zu müssen, vermittelt dir vermutlich noch bevor du überhaupt mit irgendetwas angefangen hast, das Gefühl, es nicht schaffen zu können. Und am Ende, da wünschst du dir schlicht und weg einfach mehr Zeit. Neben der Zeit für deinen Job brauchst du schließlich auch noch Zeit für deine Freunde, Zeit für deinen Partner, Zeit für deine Familie, Zeit, um den Haushalt zu machen, Zeit, um deinen Hobbies und Interessen nachgehen zu können und Zeit, um einfach mal durchzuatmen – Zeit der Stille.

… und die Zeit für dich knapp wird

Lass mich raten: Das chronische Gefühl, nie genug Zeit zu haben um alle Bereiche abzudecken, macht besonders Zeit für dich selbst spontan wohl eher nicht möglich. Als ob es nicht schon reicht, dass sowieso alle Anforderungen, die deine Umwelt an dich stellt, nicht unter deinen Hut passen; wie nervig oder wie traurig eigentlich ist es, wenn du dann am Ende nicht mal mehr selber mit drunter passt?

Du hast das Gefühl, ich spreche dir aus der Seele? Dann solltest du diesen Artikel unbedingt weiter lesen. Denn damit du dieses chronische Gefühl endlich von dannen schicken kannst, möchte ich dir gerne 5 Strategien vorstellen, die dir dabei helfen, besser alles unter einen Hut zu bekommen.

Strategie Nr. 1: Nimm deinen eigenen Anspruch unter die Lupe

Wenn du vieles gut machen willst und versuchst, die Erwartungen deiner Mitmenschen zu erfüllen, spricht das für dich. Dir scheinen das Wohl und die Zufriedenheit anderer am Herzen zu liegen und es ist dir nicht egal, wie und ob du Dinge erledigst oder eben nicht. Das ist schön. Natürlich gibt es da das große, berühmt berüchtigte ABER…

Stell dir einmal folgende Frage stellen: „Was erwarte ich von mir selbst?“

Oft sind es unsere eigenen Erwartungen, die sehr hoch sind und wir sind extrem streng mit uns, wenn es darum geht, diese zu erfüllen.

Willst du allen Erwartungen deines Chefs, deiner Familie, deiner Freunde und deinen eigenen zu 100% gerecht werden und kommst deshalb ins Rudern?

Wenn du zustimmend nickst, solltest du genau an diesem Punkt ansetzen und dir folgendes bewusst machen:

1. Du musst ziemlich wenig müssen

Du musst nicht jeden (zusätzlichen) Auftrag annehmen und auch nicht ständig und auf Dauer „Überstunden“ leisten, wenn es dafür keinen wichtigen Grund gibt. Außerdem musst du nicht zum Grillen deiner Bekannten oder auf eine Party gehen, wenn dir absolut nicht danach ist und du dich eigentlich nach einer warmen Badewanne und einem guten Buch sehnst. Die Angst vor der möglichen Enttäuschung der anderen sollte kein Grund für dich sein, das wonach dir wirklich ist, hinten anzustellen. Auch deine Wohnung muss nicht immer bis in die kleinste Ecke glänzen und so aussehen, als ob du gleich eine Fernsehwerbung für den neuen Meister Propper drehst.

2. Du darfst auch mal „nein“ sagen! Das ist vollkommen in Ordnung!

Die Polizei wird dich nicht abholen kommen und dich für die nächsten 15 Jahre einkerkern, nur weil du einmal ausgedrückt hast, dass du für etwas gerade keine Zeit hast.

Glaub mir: alle Menschen, die dir wirklich wichtig sind und denen du dementsprechend auch etwas bedeutest, werden dich auch noch genauso lieben, wenn du mal „nein“ sagst ;-). Und die ganzen Katastrophen, die du in deinem Kopf ausmalst, was passiert, wenn du „nein“ sagst, werden in der Regel nicht eintreten.

Vor allem, wenn deine Haltung beim „nein sagen“ stimmt. Es geht nicht darum, den anderen in den Senkel zu stellen á la „Das kann ich nicht auch noch machen. Du siehst doch, was ich alles zu tun habe.“ (nach dem Motto: Was bist du für ein Arsch, mich überhaupt zu fragen?!). Vielmehr geht es darum, deutlich zu machen, dass du deine Zeit gerade für andere Dinge benötigst: „Ich wünschte, ich könnte xy tun. Gleichzeitig merke ich gerade, dass ich noch abc vor der Brust habe und spüre, das kriege ich nicht auch noch unter.“ Mach dir immer klar: Indem du nein zu einer Sache sagst, sagst du ja zu einer anderen!

3. Entscheide bewusst, was du wirklich tun musst und auch willst.

Was ist dir wirklich wichtig und bedeutet dir so viel, dass du bewusst 100% geben willst?

Es ist ok, an manchen Stellen 100% zu geben. Wenn es die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind. Wo aber nimmst du nur die Normen deiner Außenwelt an, ärgerst dich aber innerlich eigentlich darüber?

Spür in dich hinein und finde heraus, was wirklich nötig ist, damit du glücklich und zufrieden bist und was eigentlich nur unnötiges Futter für den Perfektionisten in dir ist, der die Normvorstellung und Erwartungen der anderen nicht enttäuschen will. In diesem Moment, in dem du genau hier bewusste Entscheidungen triffst, übernimmst du die Verantwortung. Das ist ein ganz zentraler und wichtiger Punkt. Um deine Zeitprobleme zu lösen ist es nämlich sehr wichtig, dass du in deine Verantwortung kommst und dich nicht als Opfer deiner Umstände begreifst. (Wie du generell zurück in deine Verantwortung kommst, wenn du dazu neigst in eine Opferrolle zu rutschen, das kann du hier.)

Strategie Nr. 2: Pimp dein Zeitmanagement

Wenn du deine eigenen Ansprüche bereits gescannt, evtl. angepasst und für gut befunden hast, dann kann es trotzdem sein, dass die Zeit manchmal knapp ist. Gerade, wenn der Hut klein ist und alles was drunter passen soll, zu voluminös ist, kann es helfen, die Dinge eben richtig und geordnet unterzubringen.

Das ist ein bisschen wie beim Tetris spielen. Wenn du alle Steine einfach aufeinander legst, dann bist du am Ende schneller Game Over als wenn du alles passgenau einsortierst und den Raum bestmöglich nutzt. Darum geht es auch bei dem Zeitmanagement. Die Zeit richtig und effektiv nutzen.

Was heißt das für dich?

1. Versehe Dinge, die du ewig vor dir herschiebst, endlich mal mit einem Haken.

Mach dir eine Liste voller unerledigter Dinge und plane sie (realistisch, Stück für Stück!) in deinen Kalender ein. Schluss mit der Aufschieberitis, denn die kostet am Ende nur extrem viel Energie.

Hast du schon mal etwas von dem sogenannten Zeigarnik-Effekt gehört? Diesen Effekt hat Bluma Zeigarnik entdeckt, eine russische Gestaltpsychologin, als sie Kellner beobachtete. Sie hat das weiter systematisch untersucht und herausgefunden, dass wir Menschen uns an nicht abgeschlossene, sozusagen unterbrochene Aufgaben besser erinnern als an abgeschlossene. Das bedeutet, dass eine aufgeschobene Aufgabe mental viel präsenter in deinem Kopf ist (dich also beschäftigt) als eine bereits abgehakte Aufgabe.

2. Erledige die Dinge nacheinander und nicht nebeneinander.

Hierfür gibt es zwei ganz simple Erklärungen. Erstens: Denk an den Zeigarnik-Effekt zurück. Wenn du versuchst, alles gleichzeitig zu machen, nehmen dich alle Aufgaben parallel mental ein. Dass das nicht von Vorteil sein kann, liegt praktisch auf der Hand. Erledigst du alles nacheinander, bleibt mehr Platz in deinen Kopf frei.

Zweitens: Multitasking gibt es nicht. Ich weiß nicht, warum der Mythos des Multitasking immer noch weit verbreitet ist. Aufgaben gleichzeitig und mit voller Aufmerksamkeit zu erledigen ist schlichtweg nicht möglich und raubt dir einfach nur unnötig Energie! Eins nach dem anderen. Trainiere es. Zwing dich am Anfang dazu. Echt jetzt. Es funktioniert, entlastet dein Gehirn und macht dich schneller.

3. Organisiere dich gut.

Reihenfolgen festlegen

Gute Organisation bedeutet, Prioritäten richtig zu setzen, aber auch, deinen Alltag gut zu planen und aufeinander abzustimmen, in welcher Reihenfolge du Aufgaben und Erledigungen machst. So ist es z.B. möglicherweise einfacher und zeitsparender für dich den Einkauf auf dem Nachhauseweg von der Arbeit zu machen. So musst du später nicht extra noch einmal ins Auto steigen und in der Weltgeschichte rumgurken und vielleicht tut es dir ja gut nach der Arbeit alleine und in Ruhe durch den Supermarkt zu schlendern.

Aufgaben stapeln

Genauso gut funktioniert es, wenn du Blöcke bildest, d.h. ähnliche und verwandte Tätigkeiten zusammen erledigst („stapeln“ oder englisch „batchen“). Studien zeigen, dass es die persönliche Produktivität um bis zu 50% steigert, wenn du gleiche Aufgaben deiner To Do Liste in Blöcke zusammenfasst und am Stück abarbeitest. Egal ob es bedeutet, alle Erledigungen (Post, Bank, Reinigung, Einkaufen) zusammen zu packen oder im Büro Boten- und Besorgungsgänge auf einen Schwung zu machen. Du sparst dir in der Regel die Vorbereitungszeit, weil du alle benötigten Utensilien einmal bereitgelegt hast (und das nicht mehrfach tun musst) und im selben Arbeitsmodus bleibst.

Für mich ist eines der wichtigsten Themen für das Batchen die tägliche Email-Bearbeitung. Ich kenne haufenweise Menschen, die sich ihre Produktivität selbst zunichte machen, weil sie ihre Emails permanent offen haben. Jede hereinkommende Email unterbricht sie bei der Arbeit, sie verlieren durch die Unterbrechung extrem viel und extrem wertvolle Zeit. Lass das sein. Baue dir Blöcke ein, in denen du deine Emails beantwortest oder auch telefonierst. Sollte dein Job nicht darin bestehen, Emails zu beantworten oder den ganzen Tag zu telefonieren, weil du eben in einem Call Center arbeitest, ist es absoluter Nonsens und absolut unnötig, dauererreichbar zu sein. Plane und kommuniziere stattdessen Zeitfenster, in denen du erreichbar bist und deine Emails beantwortest.

Planung als Teil deiner Morgen- oder Abendroutine

Bau dir ab jetzt ein festes Ritual in den Tag ein, an dem du dich organisierst und planst. Die Planung kann Bestandteil deiner Morgenroutine sein oder aber auch deiner Abendroutine. Zu welchem Zeitpunkt auch immer dir das Planen besser passt: Bau es ein. Es zeigt dir zum einen, ob du dir dauerhaft zu viel vornimmst, es zeigt dir aber auch, welche Tätigkeiten du wie zusammenpacken kannst, um damit effektiver zu werden.

4. Delegiere

Das bedeutet nicht, dass du deinen Kollegen, Freunden oder Kindern Aufträge erteilen sollst, die du selber nicht erledigt bekommst. Mit delegieren meine ich in diesem Kontext einfach, dass du bei der ein oder anderen Aufgabe einfach loslässt 😉 Wenn deine Kinder alt genug sind, können sie ihre Hausaufgaben z.B. schon alleine machen und du musst nicht wie der Privatlehrer nebendran sitzen. In solchen Momenten, in denen du loslässt, gewinnst du wieder etwas Zeit für dich. Vielleicht kannst du in dieser Zeit nebenbei ein bisschen Haushalt machen oder ein bisschen lesen, oder was auch immer du gerne in deinem Hut haben möchtest.

Im Büro gilt das gleiche: Setz dich mal hin und überlege dir, welche Aufgaben du erledigst, obwohl eigentlich jemand anderes dafür zuständig ist? Die du erledigst, weil es dir zu mühsam wäre, jetzt mit dieser Person auszuhandeln, dass es deren Job ist oder weil du sie eben schneller erledigt hast als sie der Kollegin zu erklären? Stimmt schon – für diesen Moment vielleicht. Aber auf die Dauer gesehen würde sich dieser Einsatz absolut lohnen.

Strategie Nr. 3: Zieh nie mit leerem Akku los

Kannst du mit reinem Gewissen und völlig entspannt mit einem leeren Handyakku und ohne Ladekabel das Haus verlassen? Wenn ja, gehörst du damit vermutlich eher zur Minderheit. Wenn es darum geht, auf den Akkuladestand unseres Handy zu achten, sind wir Meister darin. Ist ja auch logisch, denn mit leerem Akku funktioniert das tolle Gerät nicht mehr. Und da wir es in der heutigen Welt alltäglich für alles Mögliche nutzen, wäre es echt ärgerlich auf einmal ohne da zu stehen.

Schön, dass das wenigstens mit dem Handy so gut klappt. Das Verrückte ist, mit den eigenen Akkus des Körpers und der Seele sieht das ganze oft etwas anders aus. Oder achtest du auf dich und deine Regeneration in ausreichendem Maß? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dich jetzt erwischt habe!

Du darfst es dir nicht mal verübeln, wenn du deinen Energiehaushalt nicht ganz im Griff hast. Einer der Hauptgründe, warum das Energiegleichgewicht aus dem Ruder gerät, sind ganz fiese Trugschlüsse, die sehr oft unbemerkt getroffen werden.

Wenn du Energie sparst, erneuert das nicht gleichzeitig deine Akkus

Stell dir einmal einen anstrengenden Arbeitstag vor, an dem du abends nach Hause kommst. Du hast die Wahl zwischen Freunde treffen oder zum Sport gehen auf der einen Seite und deiner unmittelbar vor dir stehenden Couch und dem Fernseher auf der anderen Seite. Wofür entscheidest du dich? Für den gemütlichen, ruhigen und bequemen Couchabend?

Mit dieser Entscheidung bist du sicher nicht alleine. Vermutlich würde niemand, der diese Entscheidung auch treffen müsste, es dir verübeln. Und genau das ist ein Trugschluss, den die meisten von uns viel zu oft ziehen. Der Mensch neigt in stressigen Phasen dazu, diese mit Ruhe kompensieren zu wollen. Um die Akkus, die durch die stressige Zeit immer weiter entladen werden, aber wieder zu füllen, braucht es Kraftquellen.

Kraftquellen sind Orte, Menschen und Tätigkeiten, die dich förmlich mit Energie aufladen. Momente des Genuss‘, die dir positive Emotionen verschaffen oder dich in Flow versetzen und die ganzen Probleme, Sorgen und Aufgaben für einen Moment vergessen lassen.

Keine Zeit für ne Pause

Der zweite Trugschluss ist es, auf Pausen zu verzichten, weil man doch vermeintlich keine Zeit hat. Der größte Bullshit überhaupt! Ohne Regeneration sackt deine Leistung ziemlich schnell ab. Nicht umsonst haben Hochleistungssportler in ihre Trainingspläne neben kraftzehrenden Trainingseinheiten auch Regenerationsphasen eingebaut. Wenn diese fehlen, dann bauen sie an Leistung ab. Fakt. Egal, wie fleißig sie trainieren. Denn unser Körper und unsere Seele funktionieren nun mal dann am besten, wenn es Anspannung und Entspannung in Balance sind. Wenn du also deine Selbstfürsorge streichst, dann wirst du ganz einfach langsamer, du wirst erschöpfter, gereizter, ineffektiver, unkonzentrierter … (du weißt schon, worauf ich hinaus will)

Nimm mal den Burnout: Er ist im Grunde nichts anderes als eine Zwangspause zur Erholung. Bevor dein Körper vollkommen streikt, den Herzinfarkt oder was weiß ich kassiert, setzt er dich mental schachmatt. Dann bist du genötigt, Pause zu machen. Blöd nur, dass das dann ziemlich lange dauert, um dich kräftemäßig wieder aufzumöbeln.

Merke dir also:

  1. Energie-Sparmaßnahmen sind völlig kontraproduktiv!
  2. Besonders in stressigen Zeiten ist es besonders wichtig Selbstfürsorge zu betreiben und darauf zu achten, dass du deine Akkus regelmäßig tankst.
  3. Mein Tipp: Wenn die Zeit für „große Unternehmungen“ wirklich nicht reicht, dann kannst du dich auch mit vielen kleinen Dingen, wie einem leckeren Essen, einem kleinen Spaziergang, einer kurzen Meditation, deinem Lieblingssong, oder was auch immer dein Ding ist, aufladen. Kleine Pausen und schöne Momente zwischendurch effektiv zu nutzen – darin besteht die Kunst ;-). Probiere es einfach aus und erlaube dir aus der Unruhe und Rastlosigkeit für einen kurzen Moment auszubrechen. Ich habe dir mal eine Liste mit 111 Entspannungstipps zusammengestellt. Vielleicht ist was für dich dabei?

Ehrlich? In diesem Punkt bin ich streng und unerbittlich! Du willst mehr unter einen Hut kriegen? Dann fang an, Pausen für deine Regeneration zu machen und dich und deine Selbstfürsorge an die erste Stelle zu setzen!

Strategie Nr. 4: Ändere dein Mindset und mach es dir schön, wenn es denn schon sein muss

Diese Strategie ist relativ schnell erklärt. Wenn du dir den ganzen Tag Gedanken darüber machst, was alles unter deinen Hut passen muss und dich permanent sorgst, dass das gar nicht passen kann, dann ist das ganz schön anstrengend für dich.

Die Gedanken bringen dich in eine Art Hamsterrad, was sich immer weiter dreht und du kannst es nicht mehr anhalten um die Momente zu genießen. Versuche also weniger darüber nachzudenken, was du alles machen musst und wie fürchterlich stressig das alles für dich ist und richte stattdessen deinen Fokus so aus, dass du die Dinge, die du tust, gerne machst und Spaß daran hast.

Dreh dir bei der Hausarbeit die Musik auf und leg ein paar Dancemoves ein. Rufe auf der Autofahrt eine Freundin an, von der du länger nichts gehört hast oder nutze die Gartenarbeit im Sommer, um ein bisschen Bräune zu tanken. Gestalte deinen Arbeitsplatz so, dass du dich wohlfühlst. Und wenn du schon eine anstrengende Arbeitsaufgabe vor der Brust hast, dann mach dir wenigstens einen schönen Tee dazu.

Strategie Nr. 5: Steh zu deinen Entscheidungen

Die 5. und letzte Strategie ist zwar relativ simpel zu verstehen, für den ein oder anderen möglicherweise dennoch eine echte Herausforderung.

Steh zu deinen Entscheidungen!

Was meine ich damit? Wenn du für dich entschieden hast, wo deine Prioritäten liegen und an welchen Stellen ein „nein“ nötig ist, dann solltest du zu dieser Entscheidung stehen.

Das bedeutet für dich, dass du dich mental von allen Gedanken des Zweifels abgrenzt. Konkret heißt das, dass du dir eben nicht noch zwei Tage lang Gedanken machst, ob es nun schlimm war „nein“ zu sagen und wie es wohl gewesen wäre, wenn du doch bei dem Treffen XY dabei gewesen wärst. Oder eine Stufe vorher: Während du im Kino sitzt, denkst du darüber nach, dass du ja auch hättest zum Sport gehen können usw.

In dem Moment, in dem du dich für etwas entscheidest, entscheidest du dich immer auch gegen etwas anderes. Das haben Entscheidungen so an sich. Mir ist wichtig, dass du den Mut hast, dazu zu stehen, denn das ist die Voraussetzung dafür, die Sache, die du gerade bewusst unter deinen Hut geschoben hast, zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Erfolg dabei diese Strategien für dich zu nutzen und umzusetzen. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen. Wie immer freue ich mich über deine Kommentare, Anregungen und Erfahrungen. Lass mich wissen, was du aus diesem Wissen machst!

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