Wunderwaffe Morgenritual. So beginnt auch dein Tag besser!

Du kennst es bestimmt, wenn der Wecker dich (mal wieder) viel zu früh unsanft aus deinem kostbaren Schlaf reißt und du dich dann aus deinem Bett quälst. In der Hoffnung auf ein paar mehr Minuten Ruhe hast du auf deinem Wecker auf snooze gedrückt – nur um nach weiteren 10, 20 oder 30 Minuten unruhigem Hin- und Her-Wälzen am Ende doch nicht entspannt aufzustehen. Dann wird die Zeit knapp, du stürzt den Kaffee runter oder duschst superschnell, um ja noch rechtzeitig aus dem Haus zu kommen. Im schlimmsten Fall beginnt dein Tag im Chaos und du bist schon am Morgen gestresst. Dein Tag kann, muss aber nicht so beginnen. Lege schon morgens den Grundstein für einen gelungenen Tag! Und hier kommen auch schon die Morgenrituale ins Spiel. Ich garantiere dir, dass du mit dieser Wunderwaffe perfekt in den Tag starten kannst. Wenn du ein für dich passendes Morgenritual findest, bist du motivierter, zielorientiert und fühlst dich einfach super! 

Meiner Erfahrung nach ist eine gewisse Routine am Morgen unerlässlich, um bewusst in den Tag zu starten, anstatt intuitiv Dinge zu machen, die nur auf das Nötigste ausgerichtet sind. Mit einem Morgenritual übernimmst du von Tagesbeginn an die Kontrolle über dein Leben! Du stehst früher auf und nutzt deine Zeit bewusst, um das zu machen, worauf du gerade Lust hast oder wozu sonst die Zeit fehlt. Mit einem auf dich abgestimmten Morgenritual holst du dir einen Energieschub, die notwendige Portion Gelassenheit für den vor dir liegenden Tag und fokussiert dich auf das, was wichtig ist. Bevor ich dir verrate, wie mein persönliches Morgenritual aussieht, will ich dir Tipps geben, welche Bestandteile dein festes Morgenritual haben kann, um fit und proaktiv in den Tag zu starten.

Dinge, die dein Morgenritual enthalten kann

Gelungenes Erwachen

Ich bin ein Morgenmensch. Ich kann die Augen aufschlagen und sofort aus dem Bett springen. Ich fühle mich dann voller Energie und blicke erwartungsfroh in den Tag. Das geht aber den Wenigsten so. Ich habe einen simplen Trick gelesen, mit dem du besser in den Tag startest und dich auch den restlichen Tag noch selbstbewusster, leistungsfähiger und stärker fühlst: Strecke dich, die Arme weit über den Kopf nach oben und mach dich so groß wie möglich. Dabei kannst du gern herzhaft gähnen. Warum das wirkt? Der Zaubereffekt nennt sich Biofeedback. Wenn du deinem Hirn in deiner Körpersprache bewusst ein Signal von Größe und Selbstbewusstsein sendest, können wir Menschen gar nicht anders als uns auch ein bisschen selbstbewusster und besser zu fühlen. Amy Cudden, eine Harvard-Psychologin, hat zu schlechter Laune am Morgen geforscht und festgestellt, dass das Strecken und Vergrößern des Körpers zwar am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, die Wirkung aber phänomenal ist. Das brauchst du dir ja nicht entgehen lassen :-).

Immer mit der Ruhe: Meditation und Achtsamkeit

Wenn du ruhig und gelassen in den Tag starten willst, dann setze bewusst Meditations- und Achtsamkeitsübungen ein. Im Internet findest du tausend verschiedene. Welche dir gut tut, musst du allerdings für dich selbst herausfinden. In diesem Video erklärt Daniela Blickhan, worauf du bei deinen Achtsamkeitsübungen achten solltest und leitet eine Atemübung an.

Beweg dich

Bau in dein Morgenritual 20 Minuten Bewegung ein. Laufe draußen einmal schnell um den Block. Stelle deine Laufschuhe direkt neben dein Bett. Oder bleib drinnen, mache lockere Stretching-Übungen oder auch ein paar Liegestütze. Wenn du dir mehr Zeit nehmen willst, gehe ins Fitnessstudio oder ziehe ein paar Bahnen im Schwimmbad. Es ist fast egal, was du tust – Hauptsache, du wirst aktiv. Es gibt ein paar sehr gute Gründe, die dafür sprechen, sich direkt am Morgen zu bewegen:

  • Du tust etwas Gutes für deine Gesundheit. Bewegung bringt deinen Kreislauf in Schwung, ist gut für deine Gelenke, stärkt dein Immunsystem und senkt das Risiko von Herzkrankheiten und Bluthochdruck.
  • Du bringst dich in Hochstimmung, denn lockerer Sport setzt Dopamin in deinem Körper frei und lässt dich motiviert, begeistert und glücklich sein.
  • Du kannst deinen Gedanken freien Lauf lassen, du kannst deinen Tag gedanklich vorplanen und dir realistische Ziele setzen.

Etwas trinken

Wir alle wissen, dass wir möglichst viel trinken sollten. Warum den Tag nicht damit beginnen? Dein Körper kann das gut gebrauchen, denn du hast nachts geschlafen (im besten Fall), während dein Körper geackert hat. Wenn du ein großes Glas Wasser trinkst, regt das deinen Nierenstoffwechsel und deine Darmtätigkeit an. Am besten trinkst du warmes Wasser (einmal Wasserkocher anschmeißen, kurz stehen lassen und lostrinken). Das belastet deinen Körper nicht zusätzlich, denn kaltes Wasser muss der Körper erst einmal auf Körpertemperatur bringen. Das kostet wertvolle Energie. Falls dir das zu fad vorkommt, dann werfe etwas Zitrone oder Ingwer in dein Wasser.

Frühstück gefällig?

Um dich bei deiner Arbeit konzentrieren zu können, sind Energiereserven unabdinglich. Zu einem gesunden Frühstück gehören nicht nur die richtigen Zutaten, sondern auch, dass du es ohne Hektik zu dir nimmst. Achte darauf, was deinem Körper am Morgen gut tut.

Tagesablauf planen, Lesen und schreiben

Schreib To Do-Listen, mach Termine aus, blocke Zeiten für diverse Aufgaben. Fokussier dich auf die Ziele des Tages. Für manche ist der Morgen eine sehr produktive Zeit, so dass sie in ihr Morgenritual das Schreiben oder Bearbeiten einzelner Aufgaben einbauen. Wenn du das vorhast, dann starte genau mit der Aufgabe, die dir an diesem Tag besonders wichtig ist.

Dein persönliches Morgenritual zusammenstellen

Ich habe ein kostenloses Arbeitsblatt für dich vorbereitet (ok, es sind 2 Seiten – nur damit es hier ganz korrekt abläuft ;-)). Damit kannst du deine bisherigen Aktivitäten am Morgen reflektieren und prüfen, wie sehr sie dich dabei unterstützen, produktiv, voller Energie und fokussiert in den Tag zu starten. Du kannst dir dein eigenes Morgenritual zusammenstellen und stimmst darauf dein Schlafverhalten ab.

Mit diesen Morgenritualen sind andere erfolgreich

Viele meiner Kollegen beginnen ihren Morgen mit ihrem persönlichen Ritual. Wenn du Lust hast, stöbere doch auch einmal in ihren Artikel und schau, ob eine Inspiration für dich dabei ist.

Ivan Blatter hat euch eine Auswahl an Morgenrituale zusammengestellt und beschreibt selbst, was ihm dabei hilft gut in den Tag zu starten. Ihm persönlich fällt es viel leichter, gute Gewohnheiten jeden Tag durchzuführen, anstatt nur 2 Mal pro Woche. Judith Islitzer von „HealthYou Blog“, dass sie mit einem Glas Wasser mit Zitrone in den Tag startet. Yoga und Meditation ist auch ein Bestandteil ihrer Morgenroutine. Besonders wichtig ist es ihr, ohne Handy, Internet oder Computer loszulegen. Conny Biesalski von planetbackpack erzählt in dem Video von ihrer Morgenroutine, die sie als Basis und das Fundament ihres täglichen Lebens versteht. Sie nutzt ihre Zeit am Morgen nur für Sachen, die ihr gut tun. Christina Schindler beschreibt, wie es ihr an ihrem ersten Tag mit einem Morgenritual ergangen ist und welche Schwierigkeiten sie dabei hatte. Laura Mabille beschreibt die positiven Veränderungen durch ihr Morgenritual. Den Artikel solltest du unbedingt lesen, wenn du bis jetzt immer noch nicht überzeugt bist!

Mein Morgenritual

Nun will ich dir verraten, wie mein Morgenritual aussieht. Wenn bei mir der Wecker um 5.00 Uhr klingelt, dann mache ich mir als erstes eine Tasse heißes Wasser. Die wandert mit mir ins Bad, wo ich in aller Ruhe dusche und mich fertig mache. Das dauert alles in allem 45 Minuten. Ich benutze nur noch Duschgele, die mich bereits am Morgen richtig happy machen, creme mich in aller Seelenruhe ein und zelebriere bei toller Musik meine Schminkroutine. Das ist echte Ich-Zeit! Meist singe ich unter der Dusche – hört ja glücklicherweise keiner :-). Danach mache ich mir einen Cappuccino und mein Frühstück. Entweder warmen Haferbrei oder Obst mit Trockenfrüchten und Nüssen. Was ich wähle, hängt davon ab, was mir mein Bauch vorgibt. Manchmal brauche ich etwas Warmes im Bauch, manchmal will mein Körper keine Kohlenhydrate am Morgen. Dann praktiziere ich eine kurze Achtsamkeitsübung. Das mache ich bereits auf meinem wunderschönen Bürostuhl von Vitra. Entweder eine einfache Atemachtsamkeit, oft auch eine Dankbarkeitsmeditation oder die Loving-Kindness-Meditation. An Tagen, an denen ich das Gefühl habe, ich möchte effektiver in den Tag starten, hole ich mir einfach ein bestimmtes inspirierendes Zitat in den Sinn. Das bringt mir Ruhe und jede Menge gute Gefühle. Danach verschaffe ich mir einen Überblick über die Aufgaben des Tages und lege auch schon los, denn für mich ist die Zeit am Morgen eine unheimlich produktive. Blogartikel schreibe ich beispielsweise fast immer am Morgen. Um 7.30 Uhr habe ich mir damit immer schon etwas richtig Gutes getan und mindestens eine erste Aufgabe des Tages erledigt. Das fühlt sich super an und ist auch wichtig, weil mein Tag in aller Regel eine ganze Menge Termine beinhaltet!

Nun bist du an der Reihe! Damit du ab morgen noch besser in deinen Tag startest, habe ich hier ein Arbeitsblatt für dich! Es hilft dir dabei hilft, dein ganz individuelles, perfekt auf dich abgestimmtes Morgenritual zu entwickeln!

Klicke hier, um dir das Arbeitsblatt herunterzuladen

Ich bin total auf deine Ergebnisse gespannt. Schreib mir doch, wie dein perfekter Start in den Tag aussieht! Oder poste ein Bild von dir während deiner Morgenroutine auf Facebook. Und denk immer daran: Jeder neue Morgen ist eine neue Chance aus dem Tag einen ganz besonderen zu machen!

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