Be relaxed! 7 Rituale, mit denen du deinen Alltag entspannt geniessen kannst!

Es kann ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause sein oder die morgendliche Dusche mit deinem Lieblingsduschgel: Schon mit ganz einfachen Ritualen schaffst du dir kleine Glücksmomente im Alltag und hältst dem Stress etwas entgegen. Rituale helfen uns, Ordnung und Sicherheit in einen stressigen Alltag zu bringen. Rituale bedeuten, sich Zeit zu nehmen für das Wesentliche. Mit Ritualen schaffst du dir kleine Entspannungsinseln im Alltag und legst dir Gewohnheiten zu, die dir auf deinem Weg zu einem gelasseneren Leben helfen.

Ich habe dir sieben erprobte Rituale zusammengestellt, mit denen du ohne großen Aufwand deinen Alltag wieder relaxed und deutlicher stressfreier genießen kannst.

Los geht´s …

1. Lass Musik für dich arbeiten!

Wenn du entspannt in deinen Tag starten willst, dann lege schon morgens den Grundstein dafür. Der schreckliche Weckton ist für viele ein Zeichen dafür, dass jetzt der Stress beginnt. Doch warum müssen wir uns eigentlich von einem grellen und unausstehlichen Schellen wecken lassen, wenn wir doch so viele andere Möglichkeiten haben? Viel schöner wäre es doch, wenn du dich beispielweise mit deinem Lieblingslied wecken lässt. Seit ich mich nicht mehr vom Standardton wecken lasse, sondern von Musik, die ich mit ganz viel Positivem verbinde, starte ich selbst gleich viiiel entspannter in den Tag!

2. Keine Hektik am Morgen!

Stelle dir deinen Wecker einfach 15 Minuten früher. Nein, nicht um den „snooze-Button“ noch einmal mehr drücken zu können. (Wenn du das bisher machst, gewöhne es dir am besten ab – es hilft dir nicht bei einem guten Start in den Morgen.) Sondern, damit du dich nicht abhetzen musst und ein Morgenritual installieren kannst. Ob du die Zeit nutzt, um ausgiebig zu duschen und dich einzucremen, ob du einen entspannten Blick in die Zeitung wirfst, in Ruhe frühstückst oder mit einer Achtsamkeitsübung beginnst, alles egal. Hauptsache, du nimmst dir Zeit für Dinge, die dir wichtig sind und du kannst den Tag mit Ruhe beginnen. Damit stellst du die Weichen für den restlichen Tag.

3. Klare Regeln für Email-Konsum!

Die Erfindung der Email war ein echtes Highlight. Ich finde es grandios, wie einfach wir heute miteinander kommunizieren können. Es gibt aber auch Schattenseiten: Wo früher einige handgeschriebene Briefe im Briefkasten landeten, sind es bei den meisten von uns heute zig Emails, von denen sich viele überfordert fühlen. Kein Wunder: Jedes Mal, wenn du deine Emails checkst, unterbrichst du eine andere Tätigkeit. Der ständige Wechsel ermüdet und bindet Energie. Je größer die Müdigkeit, desto eher lässt du dich ablenken – und checkst umso häufiger E-Mails. Ein Teufelskreis, der dich am Ende eine Menge Produktivität und Nerven kostet. Wie du das verhindern kannst? Ganz einfach! Stelle die automatische Benachrichtigungsfunktion beim Eingang neuer Emails ab. Dein Gehirn liebt neue Infos und misst ihnen automatisch einen höheren Wert zu. Auch wenn du also an einer wichtigen Sache arbeitest, wird der Neuigkeitsdetektor in deinem Hirn oft den Kampf gewinnen, wenn dir angezeigt wird, dass etwas Neues in dein Postfach geflattert kommt. Finde außerdem ein Ritual, das festlegt, wann und wie oft du Emails am Tag abrufst. Nein, die Welt geht nicht unter, wenn du einmal zwei, drei oder vier Stunden nicht deine Emails abrufst und superheldenhaft Antworten formulierst! Für die meisten reicht es, wenn sie das zwei Mal am Tag machen. Wenn du dich konsequent daran hältst, wirst du merken, dass du dich leichter auf das Wesentliche konzentrieren kannst.

4. Der süße Müßiggang: Einfach mal nichts tun!

Gehörst du auch zu den Menschen, die glauben, nur unter Stress richtig arbeiten zu können? Tja, dann geht es dir wie vielen. Wir sind es gewohnt, uns dauerhaft zu beschäftigen oder beschäftigt zu werden. Für die meisten von uns ist es undenkbar, einfach mal nichts zu tun. Dabei tut das so gut, klärt deinen Geist und bringt dich raus aus dem Hamsterrad. Mein Tipp: Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst. Mindestens 15 Minuten. Fröne dem Müßiggang. Damit gibst du dir eine Chance auf Regeneration, kannst dich in Geduld üben und bekommst vielleicht einen inspirierenden Einfall. Und ja, am Anfang wirst du wahrscheinlich die Langeweile spüren. Oder du willst dich gar nicht mit den Gedanken beschäftigen, die dir kommen, wenn du dich mal nicht ablenkst. Bleib dran – für deinen Geist ist dieser Ausgleich, das Tagträumen, das Spazieren ohne Ziel, das Löcher in die Luft starren ein unglaublich erholsames Ritual.

5. Schaffe dir eine Wohlfühlatmosphäre!

Durchschnittlich verbringen wir 8 Jahre unseres Lebens am Arbeitsplatz. Das mag dir zu Beginn nicht viel erscheinen. Wenn ich dir aber sage, dass der Durchschnittsdeutsche 1 Jahr und 7 Monate Sport treibt, 12 Monate ins Kino, Theater oder Konzerte geht und 9 Monate mit den eigenen Kindern spielt, dann sieht das schon ganz anders aus, oder? Umso wichtiger ist es, dass du dich an diesem Ort auch wohlfühlst. Persönliche Fotos, deine Lieblingsblumen, ein Sitzkissen oder saisonal bedingte Deko können Abhilfe schaffen. Installiere außerdem mindestens ein tägliches Ritual: Ob es die Tasse Tee am Morgen ist, der Kaffee auf dem Balkon oder das Aufräumen des Schreibtisches bevor du nach Hause gehst, spielt keine Rolle. Finde etwas, das dein Wohlbefinden steigert.

6. Gönne dir eine Schmusestunde!

Du hast ein Haustier? Super! Denn Tiere machen glücklich. Ich denke immer wieder beeindruckt an ein Coachinggespräch zurück. Mein Klient, ein gestandener Mann Mitte 40 kurz vor dem Burnout, hat die Aufgabe bekommen, sich jeden Tag eine schöne Sache herauszusuchen und sie zu machen. Er sollte dann am Abend auf einer Skala von + bis +++ bewerten, wie angenehm und energiespendend das war. Und wisst ihr, was sein Highlight war? Das Streicheln seiner Katze! Er hat es zunächst sehr befangen erzählt. Ich habe ihn dann bestätigt, dass Haustiere glücklich machen. Sie sind immer für uns da und stehen uns auch in schwierigen und stressigen Situationen bei. Dann war das Eis gebrochen und er hat sehr ausführlich über seine eingeführte Schmusestunde erzählt. Also: Rede mit deinem Vierbeiner über deine Sorgen. Ein Schnurren oder ein Schwanzwedeln sagt mehr als 1000 Worte. Diese Geste deines Tieres tut deiner Seele gut. Oder spiele und schmuse mit deinem Tier. Das lenkt dich ab, bringt dich auf andere Gedanken und schafft Abstand zum Stress.

7. Beende deinen Tag bewusst!

Liegst du auch manchmal im Bett und kannst einfach nicht abschalten? Hast du das Gefühl, deine Gedanken kommen nicht zur Ruhe? Dann ist es für dich besonders wichtig, klare Grenzen zu setzen. Suche dir ein Übergangsritual, das dir den Übergang von Arbeit zu Freizeit signalisiert. Dies kann auf ganz unterschiedliche Weise geschehen. Ein sehr guter Freund von mir geht beispielsweise nach der Arbeit immer duschen. Anderen hilft es, frische Luft zu schnappen und sich die Beine zu vertreten. Die vielen Eindrücke, die draußen auf dich warten, helfen dir bestimmt dabei, den Kopf frei zu bekommen. Ein Ritual kann auch sein, die To Do Liste für den morgigen Tag am Abend zu schreiben. Dies soll dir dabei helfen, den nächsten Tag gedanklich voraus zu planen und deinem Kopf zu signalisieren „für heute ist alles getan, es gibt nichts mehr zu tun und du brauchst dich auch nicht im Kreis drehen, weil hier steht das Wichtigste für morgen“. Du brauchest also keine weiteren Gedanken dafür aufbringen und kannst morgens direkt relaxed durchstarten!

Die von mir hier beschriebenen Rituale sind keine vollzähle Auflistung. Es sind Anregungen, die dir helfen sollen, selbst auf die Suche zu gehen oder auszuprobieren, was dir gut tut. Mich würde total interessieren: Welche guten Rituale begleiten dich bereits auf dem Weg durch den Alltag?

PS: Sharing is caring: Wenn dir der Artikel gefallen und geholfen hat, teile ihn jetzt mit deinen Liebsten und mit allen Menschen, denen das Wissen auch weiterhelfen kann. Dankeschön!