Stopp_negative_Gedanken_machen_dich_krank
Du kannst manchmal nicht einschlafen, weil dich Grübeleien in Dauerschleife davon abhalten? Oder du bist mit deinen Gedanken häufig in der Zukunft und fragst dich, wie du das alles schaffen sollst? Du befürchtest oft das Schlimmste, bist häufig angespannt und kannst schlecht abschalten? Klarer Fall: Du machst dir eindeutig zu viele Sorgen!
Ich möchte dir dabei helfen, deine negative Gedanken und Grübeleien zu überwinden. Damit du dich nicht länger im Gedankenkarussell drehen musst.

Wenn die eigenen Gedanken Achterbahn fahren…und in einer Negativspirale enden

Glaube mir, ich kenne das nur zu gut. Wenn dein Gedankenkarussell ununterbrochen von einem Thema zum nächsten springt. Gedanken können schließlich ziemlich „aufdringlich“ sein. Auch wenn es eigentlich überhaupt gar keinen Grund dafür gibt, schieben sich plötzliche Befürchtungen oder innere Dialoge darüber, was du hättest anders (besser) machen sollen in dein Bewusstsein. Und bleiben dort hartnäckig und langwierig haften.

Deine Nachttischlampe geht aus… und die Lichter in deinem Kopf an

Tagsüber gelingt es dir vermutlich noch ganz gut, deine Grübeleien zu zähmen. Schließlich hast du genug zu tun und Möglichkeiten, um dich abzulenken. Hier noch ein Meeting, da noch eine Verabredung mit Jemandem und schwupps – schon ist der Tag im Schnelldurchgang an dir vorbeigeflogen.
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das merkst du (in diesem Fall leider) vor allem dann, wenn du dir, deinem Körper und vor allem deinem Kopf eine Verschnaufpause gönnst. Das geschieht im Regelfall am Abend. Genauer gesagt im Bett. Denn vorher kann dir deine Lieblingsserie bestimmt dabei helfen, in eine andere Welt abzutauchen.

Doch spätestens wenn du im Bett liegst, beginnt es in deinem Kopf regelrecht zu rattern. Du willst einfach nur schlafen, aber dein Gehirn läuft scheinbar unaufhaltsam auf Hochtouren. Du kannst noch so geschlaucht und gerädert vom anstrengenden, vollgepackten Tag sein– an Schlaf ist in diesem Moment nicht zu denken. Denn durch die Gedankenarbeit ist auch dein Körper in dauerhafter Anspannung und Alarmbereitschaft. Obwohl er doch eigentlich entspannen soll. Es fällt ihm wahrlich schwer, ruhig liegen zu bleiben. Die Folge: Du wälzt dich herum und wirfst dich von einer Seite auf die andere. Und ärgerst dich gleichzeitig unheimlich über die Tatsache, dass du dich selber von Schlaf und Entspannung abhältst.

Was nie endende Gedankenketten mit dir und deinem Körper anstellen

In negativen Gedankenschleifen kannst du dich leicht verlieren. Solange du darin gefangen bist, stehst du unter Strom. Deinem Körper wird eine Gefahr gemeldet, die objektiv gesehen überhaupt nicht vorhanden ist – schließlich liegst du sicher in deinem kuscheligen Bett. Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass dein negatives Kopfkino dir den Schlaf raubt – und dadurch Energie, die du am nächsten Tag gut gebrauchen könntest. Fehlt sie dir, bist du weniger leistungsfähig, viel schneller entkräftet und regierst auf jede Kleinigkeiten mürrisch oder gereizt. Noch mehr Gründe für eine neue Runde auf dem Gedankenkarussell.

Langfristig bist du dadurch viel empfänglicher für Stress bzw. besser gesagt, neigst du viel eher dazu, alltägliche Situationen als stressig zu interpretieren und zu empfinden. Deine Anspannung baut sich weiter auf, was sich auch auf deine körperlichen Reaktionen und letztlich auf deine körperliche Gesundheit auswirkt. Schnelle Atmung, Herzrasen und Konzentrationsprobleme sind nur einige wenige dieser Folgen, mit denen dir dein Körper zu verstehen gibt, dass er sich eine Pause verdient hat.

Völlig sinnfrei aber scheinbar doch nicht aufzuhalten?

Wenn dich diese Sorgen und Grübeleien zum aktiven Handeln bewegen würden, wären sie ja hilfreich. Aber das ist leider nicht der Fall. Sie halten dich sogar eher noch davon ab. Denn genau hier liegt der Unterschied zwischen nachdenken und grübeln bzw. dich zu sorgen. Wenn du nachdenkst, bist du mental im Hier und Jetzt. Das heißt, dass deine Gedanken sich damit beschäftigten, was du derzeit oder in naher Zukunft tust oder tun könntest und solltest. Ich will dir also natürlich nicht davon abraten, grundsätzlich über Dinge nachzudenken. Denn dies ermöglicht es dir erst, aktiv zu werden und etwas zu verändern.

Aber ich möchte dir helfen, dich von unnötigen Grübeleien und Sorgen zu befreien. Denn die können dich in der Regel nicht zum unmittelbaren Handeln motivieren. Grübeln tust du nämlich über Vergangenes à la „Hätte ich doch nur damals dies oder jenes getan“. Über Dinge, die passiert sind und an denen du sowieso nichts mehr änderst. Sorgen beziehen sich hingegen auf deine Zukunft. Du malst dir regelrechte Horrorszenarien aus mit allen möglichen schlimmen Dingen, die dir passieren könnten. KÖNNTEN. Wofür es jedoch in der Gegenwart meist überhaupt keine Hinweise gibt. Du malst dir beispielsweise aus, dass was dein Chef Schreckliches über dich denkt, wenn dir das nächste Mal ein Fehler unterläuft.

Auf und ab schaukeln – aber nicht weiterkommen!

Ob in der Vergangenheit tatsächlich vorgefallene oder nur in deiner Vorstellung ausgemalte Ereignisse – vieles, über das du ununterbrochen nachgrübelst oder dich sorgst, hast du nicht (mehr) unmittelbar in der Hand. Ganz häufig weißt du das auch. Dass deine Grübeleien und das Fahren im Gedankenkarussell eigentlich zu nichts führen. Außer dass du noch aufgedrehter, frustrierter oder angespannter wirst. Du weißt ganz genau, dass es dich überhaupt nicht weiterbringt, dich mit deinen im wahrsten Sinne des Wortes Hirngespinsten über Vergangenheit und/oder Zukunft zu beschäftigen. Aber trotzdem kommst du einfach nicht davon weg.

Damit das ewige und sinnlose Gedankenkreisen ein Ende hat, habe ich dir hilfreiche Tipps und Methoden zusammengestellt, die dich und deinen Kopf zur Ruhe kommen lassen.

8 Tipps, mit denen du deine negativen Gedanken überwindest und den Sprung vom Gedankenkarussell erfolgreich meisterst

1. Sei dir im Klaren: Du bist nicht der Sklave deiner Gedanken

Es ist vollkommen normal, dass du es nur begrenzt schaffst, deinen Gedanken Einhalt zu bieten. Deine innere Wortmaschine produziert unaufhörlich gefühlt Tausende von Gedanken in kürzester Zeit. Das bedeutet aber nicht, dass du diesen hilflos ausgeliefert bist. Du kannst vielleicht nicht kontrollieren, ob und manchmal noch nicht mal, welche Gedanken kommen. Was du sehr wohl kontrollieren kannst, ist, wie du mit diesen Gedanken umgehst. Du kannst zum Beispiel entscheiden, wie viel Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit du ihnen schenkst.

Nimm nicht jeden deiner Gedanken für bare Münze! Du tust gut darin, sie kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie denn gerechtfertigt sind. Frage dich beispielsweise was denn dafür spricht, dass dein Chef mit deiner Ausarbeitung des Projekts nicht zufrieden ist. Oder umgekehrt: Was gegen diese Vermutung spricht.

Auf diese Weise gelingt es dir, einige deiner Gedanken als das zu entlarven, was sie sind: Hirngespinste ohne wirkliche Berechtigung. Verwechsle dich nicht mit deinen Gedanken! Denke immer daran, dass immer noch du entscheidest, wie viel Macht sie über dich und dein Handeln haben.

2. Nutze Gute Laune Fragen 🙂

Wenn du an schöne und positive Dinge und Ereignisse denkst, entspannen sich dein Geist und dein Körper. Nutze also die Macht deiner Gedanken, in denen du dir Fragen stellst, deren Antworten dir Freude bereiten und deine Stimmung heben. So gestattest du deinem Kopf nicht nur, herunterzufahren, sondern du gleitest nach etwas Übung zukünftig mit einem Lächeln auf den Lippen ins Land der Träume.

Solche „Gute-Laune“ Fragen sind zum Beispiel:
– Worüber bin ich im Moment glücklich? Und worüber könnte ich noch zusätzlich glücklich sein, wenn ich es wollte?
– Worauf bin ich besonders stolz? Und worauf könnte ich noch zusätzlich stolz sein, wenn ich es wollte?
– Wofür bin ich besonders dankbar? Und wofür könnte ich dankbar sein, wenn ich es wollte?
– Was begeistert mich? Und wofür könnte ich mich höchstwahrscheinlich zusätzlich begeistern, wenn ich es wollte?
– Welches sind Menschen, die ich liebe? Und welche Menschen lieben mich?

Diese Liste lässt sich beliebig mit für dich passenden Fragen erweitern.

3. Verwende Entspannungsmethoden

Wenn du deinen Körper durch ununterbrochene Gedanken dauerhaft beanspruchst, ist dein Erregungsniveau ziemlich schnell auf einem dauerhaft hohen Level. Umso wichtiger, dass du ihm Ruhephasen gönnst, in denen er sich wieder erholen kann. Entspannungsmethoden bieten dir vielfältige und fantastische Möglichkeiten. Ob Atemübungen, Progressive Muskelentspannung oder autogenes Training – ich bin mir sicher, dass da irgendwas Passendes für dich dabei ist.

4. Schnapp‘ dir Stift und Papier und schreib dir dein Gedankenkarussell aus dem Kopf

Wann immer du das Gefühl hast, dass sich das Gedankenkarussell dreht und dreht und dreht, zücke Stift und Papier und schreibe alle aufkommenden Gedanken auf. Plane dir eine Schreibzeit für eine begrenzte Zeit am Abend ein und schreibe all die wirren Situations- und Wortfetzen auf, mit denen dein Kopf voll ist. Du wirst sehen, dass das ganz schön befreiend sein kann.

5. Nutze Abend- & Einschlafrituale

Wenn du vor allem abends und kurz vor dem Einschlafen mit deinen aufkommenden Gedankenketten kämpfst, kann ich dir ein Abend- bzw. Einschlafritual wärmstens ans Herz legen. Wieso? Weil es für deinen Körper unheimlich wichtig ist, vor dem Zubettgehen Stress und Anspannung abzulegen. Und wie du sicherlich weißt, geht das nicht auf Knopfdruck. Dein Körper braucht etwas Zeit, sich langsam, aber sicher aufs Schlafen vorzubereiten. Verzichte ab einer gewissen Uhrzeit auf aufwühlende Tätigkeiten.

Wichtig ist, dass dir ein ruhiger Ausklang des Tages gelingt. Wie du das anstellst, ist dir und deinen Interessen überlassen. Du kannst zum Beispiel ein entspannendes Bad nehmen, oder auch einen leckeren und wohlig-warmen Tee genießen. Du kannst es dir auch zur Gewohnheit machen, vor dem Einschlafen ein Kreuzworträtsel zu lösen bzw. ein Buch zu lesen.
Falls dir von diesen Vorschlägen nichts zusagt, schau dir doch mal diesen Artikel hier an. Dort habe ich 10 Tipps für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen, einen erholsamen Schlaf zu erreichen – ganz ohne Dauergrübelschleifen.

6. Plane den nächsten Tag im Vorfeld

Du neigst dazu, den nächsten Tag gedanklich durchzugehen und dir alle möglichen Szenarien auszumalen, die prinzipiell eintreten könnten? Dann wirke diesen Sorgenschleifen präventiv entgegen. Indem du deine Planung bereits am Vortag erledigst. Schreib dir eine To-Do-Liste für den kommenden Tag. Und am besten eine To Let-Liste dazu (also mit den Dingen, die du bewusst sein und liegen lässt). So gelingt es dir, auch in stressigen und vollgepackten Zeiten den Überblick zu behalten und du kannst (sorgenvolle) Gedanken an den nächsten Tag mit gutem Gewissen abschütteln – denn du bist bestens auf ihn vorbereitet.

7. Profitiere von der Gedankenstopp-Methode

Vielleicht hast du bereits versucht, dein Gedankenkarussell auszuschalten. Und festgestellt, dass das leider nicht so gut funktioniert – denn sie sind nun Mal ein wesentlicher Teil von dir. Ich möchte dir eine Technik vorstellen, mit der du konstruktiv mit ihnen umgehen kannst: Die Gedankenstopp-Methode. Verwende Sie immer dann, wenn sich lästige Gedankenspiralen breit machen oder du bemerkst, dass sich dein innerer Kritiker mal wieder austobt.

Wie funktioniert das mit der Gedankenstopp-Methode? Es geht darum, dass du deine Gedanken stoppst, indem du dir ein rotes Stoppschild vorstellst und möglichst laut (zur Not auch in deinen Gedanken) „STOP“ sagst. Du kannst auch sagen: „Jetzt ist nicht der richtige Moment, dass ich mich mit euch beschäftige. Morgen wieder“.
Natürlich ist das zugrundeliegende Problem dadurch nicht gelöst – aber du gewinnst erst einmal Abstand und lässt nicht zu, dass dir endlose Grübeleien Ruhe und Erholung rauben. Am nächsten Morgen beispielsweise kannst du dann klar und aktiv entscheiden, wann und wie du das, was da in dir rumort, lösungs- und zielorientiert anpackst.

8. Packe und beseitige dein „Problem“ an der Wurzel

Anstatt dich von Gedankenfetzen vollkommen vereinnahmen zu lassen, versuche herauszufinden, über was du eigentlich ständig nachdenkst. Versuche der Ursache hinter deinen Grübeleien oder deinen Sorgen auf die Schliche zu kommen. Sie halten dich nämlich davon ab, im Hier und Jetzt ins Handeln zu kommen. Gibt es Themen oder Probleme, die immer auftauchen und deine Gedanken einnehmen? Falls ja, ist es besser, wenn du dir gezielt Zeit nimmst, dich damit auseinanderzusetzen. Versuche herauszufinden, was dein Grübeln über Vergangenes und deine Sorgen über die Zukunft mit dem Hier und Jetzt zu tun haben. Und zwar nicht vor dem Einschlafen, sondern bestenfalls tagsüber.

Versuche, das Problem aktiv anzugehen. Werde dir darüber klar, wieso dich dieses Problem dauerhaft beschäftigt. Am besten du schreibst dir auf, wie mögliche Lösungsszenarien dafür aussehen könnten und legst ein Zeitfenster fest, in welchem du diese ausprobierst. Es kann außerdem hilfreich für dich sein, eine Außenperspektive einzuholen. Triff dich am besten mit einer guten Freundin bzw. einem guten Freund und spreche mit ihm oder ihr über das, was sich in deinem Kopf rumtreibt. Meistens ist die Angelegenheit für einen Außenstehenden viel klarer – und eindeutige Worte könnten dir dabei helfen, das Chaos in deinem Inneren zu beseitigen.

Das waren meine Tipps und Methoden für dich, mit denen du das ungewollte Gedankenkarussell und negative Gedanken hoffentlich erfolgreich bekämpfen kannst.

Generell gilt natürlich auch hier: Übung macht den Meister. Je häufiger du diese Techniken verwendest, desto besser wird es dir gelingen, lästige Gedanken loszuwerden.

Das heißt nicht, dass jede der Methoden sich gleich gut für dich und deine Situation eignet. Suche dir deshalb am besten 2-3 davon aus, die dir am sinnvollsten und erfolgversprechendsten erscheinen und probiere sie in nächster Zeit regelmäßig aus. Falls du dich mit einer der Techniken nicht wohl fühlst oder sie nicht funktioniert, probiere einfach die nächste aus. Ich bin total neugierig und gespannt, wie es dir mit deinem Gedankenkarussell ergeht und freue mich deshalb über deine Kommentare.Oder hast du noch einen Tipp, der hier noch nicht dabei ist? Her damit!

Ich hoffe, ich konnte dir helfen dich einem wichtigen Ziel einen großen Schritt näher zu bringen, nämlich dass du künftig nicht mehr zulässt, dass deine Gedanken gegen dich arbeiten und dich von einem langfristig glücklichen und erfüllten Leben abhalten. Denn wie der weise Buddha bereits richtig betonte, sind harmonische und mit dir in Einklang befindliche Gedanken ein ganz essentieller Bestandteil davon.

Vom_Gedankenkarussell_abspringen

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