Aussteigen aus dem Stress - 7 Dinge, die du von entspannten Menschen lernen kannst

Kennst du auch diesen einen Freund, der immer total entspannt ist? Und mit immer meine ich wirklich immer! Um ihn herum herrscht das völlige Chaos, doch er schafft es, immer wieder den Silberstreifen am Horizont zu entdecken. Du findest das bewundernswert? Ist es auch! Viele können sich von diesem einen Musterfreund eine Scheibe abschneiden. Aber dein Freund ist keine Seltenheit. Während du, gezeichnet vom Stress, unter Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Müdigkeit leidest, scheinen andere völlig resistent dagegen zu sein. Solche Vorbilder laufen überall herum, man muss nur die Augen offen halten. Ich bin dem Ganzen auf den Grund gegangen und habe für dich die Dinge herausgefunden, die natürlich entspannte Menschen anders bzw. besser machen. Ich will dir zeigen, wie auch du das schaffen kannst!

Vielleicht noch eines vorab: Stress lässt sich heutzutage kaum noch vermeiden. Häufig handeln wir in stressigen Situationen aber so, dass wir am Ende nur noch mehr Stress haben. Entspannte Menschen hingegen haben Strategien entwickelt, mit denen sie diesen Teufelskreis vermeiden oder durchbrechen können. Von diesen Menschen kannst du dir sieben wertvolle Tricks abschauen und in Zukunft auch für dich nutzen.

1. Signale achtsam wahrnehmen

Besonders in stressigen Situationen melden sich unser Körper und unsere Psyche immer wieder zu Wort, aber oftmals übersehen wir diese Signale oder noch schlimmer: wir ignorieren sie. Gerade DAS ist ein großer Fehler, denn wenn du erst einmal die Anzeichen, dass du unentspannt bist, erkannt hast, dann kannst du auch konkret etwas dagegen unternehmen und darauf reagieren.

Entspannte Menschen tun nämlich genau das. Sie schenken sich selbst und ihren Bedürfnissen die Aufmerksamkeit, die benötigt wird und geben auf sich Acht. Wenn es dir zunächst etwas schwer fällt, deine „Stresssignale“ achtsam wahrzunehmen, dann nimm dir mindestens einmal am Tag 5 Minuten Zeit, um inne zu halten. Stelle dir selbst die Fragen:

  • Wie geht es mir gerade?
  • Welche Signale sendet mir mein Körper`?

Versuche dann, dein Handeln danach auszurichten, was dir gut tut. Manchmal ist das einfach einmal aufstehen vom Schreibtisch, sich strecken oder auch nur tief ein- und ausatmen. Höre auf deine innere Stimme!

2. Pausen gönnen

Wenn du dauerhaft angespannt bist, fühlst du dich abgearbeitet und ausgelaugt. Fehler häufen sich und deine Konzentration lässt zunehmend nach. Irgendwann verlierst du die Kraft und Energie für alles um dich herum – auch für die Dinge, die dir eigentlich wichtig sind. Entspannte Menschen lassen es erst gar nicht so weit kommen. Sie gönnen sich regelmäßig Pausen, um ihre Akkus wieder aufzuladen. Und das solltest du auch tun. Plane dir deine Pausen bewusst ein und nutze sie wirklich nur für dich und etwas, das dir mehr Energie zurück gibt als es dich kostet. Lass die Arbeit in dieser Zeit Arbeit sein. Ich verspreche dir, es lohnt sich.

3. Beziehungen pflegen

Beziehungen zu pflegen klingt manchmal leichter als getan. Besonders wenn mein Terminkalender voll ist, kommen meine Freunde tendenziell zu kurz. Dann muss ich mich fast zwingen, noch ein Telefonat mit einer guten Freundin zu führen oder einen guten Freund zu treffen. Wer aber dauerhaft von einer guten Freundschaft oder Beziehung profitieren will, der muss auch bereit sein, zu investieren. Entspannte Menschen nehmen sich nicht nur für sich selbst Zeit, sondern auch für die Menschen und Dinge, die ihnen im Leben besonders wichtig sind. Und das zahlt sich aus, denn deine Liebsten geben es dir um ein Vielfaches zurück.

4. Sich den Ursachen bewusst werden und aktiv werden

Häufig entsteht Anspannung auch durch äußere Faktoren. Im Büro ist es viel zu heiß, der Stuhl drückt dir in den Rücken, dein Kollege singt vor sich hin, das Telefon klingelt permanent usw. Das sind alles Dinge, die der Anspannung und dem Stress dabei helfen, sich breit zu machen. Ein weiteres Geheimnis von entspannten Menschen besteht darin, diese äußeren Ursachen zu erkennen und möglichst alle Störquellen auszuschalten. Beispielweise schaffen sie es, sich immer mal wieder unterbrechungsfreie Zeiten zu schaffen. Ein Kunde von mir hat beispielsweise ganz einfach Lärmkopfhörer angeschafft, mit denen er auch den Umzug im Großraumbüro leichter verkraftet. Anstelle nur über die Stressoren und ungünstigen Umstände zu klagen, werden natürlich entspannte Menschen aktiv und tun etwas dagegen. Damit schaffen sie nicht nur Stressoren ab, sondern erleben sich selbst auch in ihrem Handeln wirksam.

5. Alles rauslassen – aber nicht unendlich

Gefühle zu zeigen ist keine Schande. Anstatt alles in sich hineinzufressen, könntest du versuchen, über deine Gefühle offen zu sprechen oder sie auch zum Ausdruck zu bringen. Danach fühlst nicht nur du dich besser, sondern auch deinen Mitmenschen erleichterst du damit eine Menge. In Zukunft können sie adäquat auf dich reagieren. Entspannte Menschen trauen sich, Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit auch bei anderen anzusprechen. Sie machen auch mal ihrem Ärger Luft – ohne in ihm zu versinken. Dadurch aktivieren Sie das Mitgefühl von anderen und haben höhere Chancen, Unterstützung zu erhalten. Sie wissen aber auch, dass es nichts hilft, den Ärger zu kultivieren und in der Klage zu bleiben (du weißt schon, Tipp 4)…

6. Im Jetzt leben

Denkst du auch manchmal an deine Vergangenheit zurück und überlegst dir, ob du die richtige Entscheidung getroffen hast oder bist in Gedanken schon bei der nächsten Aufgabe und zweifelst, ob das alles gut gehen wird? Das Dumme daran: Wir können an unserer Vergangenheit nichts mehr ändern. Und auch unsere Zukunft können wir nicht lückenlos vorausplanen. Lediglich die Gegenwart ist es, die wir durch unser Handeln beeinflussen können. Entspannte Menschen grübeln nicht über die Vergangenheit oder Zukunft. Sie denken produktiv nach über Dinge, auf die sie Einfluss haben. Sie leben im Jetzt. Deshalb: Setz dir ein Stopschild, wenn du dich selbst beim Grübeln über Vergangenes oder (sorgenvollem) Planen der Zukunft erwischst. Frage dich: Was ist jetzt gerade wichtig? Und dann mach, was genau in diesem Moment notwendig ist.

7. Positive Einstellung

Die eigene Einstellung leistet einen sehr wichtigen Beitrag dazu, wie angreifbar wir sind. An sich selbst zu glauben und sich eine grundsätzlich positive Haltung zu bewahren, ist eine Wohltat für unsere Seele. Natürlich entspannte Menschen sehen die Ereignisse und die Erfahrungen, die ihnen begegnen, in einem ganz bestimmten Licht. Anstelle den Fokus auf die Probleme und (mögliche) Misserfolge zu lenken, schauen sie auf die Chancen und Möglichkeiten in ihrem Leben. Selbst wenn ihnen etwas Negatives geschieht, schaffen sie es, darin eine Lernchance zu sehen und nutzen ihre Stärken, um mit der Problemsituation klar zu kommen.

 

Und jetzt bist du an der Reihe! Du weißt nun eine ganze Menge darüber, was entspannte Menschen anders machen und was sie auszeichnet. Wo handelst du schon danach? Mit welchen Effekten? Was bereitet dir die größten Schwierigkeiten und wo brauchst du noch einen konkreteren Tipp von mir? Oder vielleicht hast du auch einen Tipp, der in der Liste noch fehlt? Dann her damit!

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